Puh... weiss nicht, ob du das urspruengliche Pad kennst, aber in der
Antragsbegruendung sollte auch schon einiges stehen. Ich versuche mal, die fuer
mich entscheidenden Argumente aufzulisten:
1. Altersgrenzen sind von ihrer Natur her willkuerlich. Niemand ist von heute
auf morgen 'reif' genug fuer politische Entscheidungen etc.
2. Die Entwicklung von Menschen ist individuell, d.h. die einen sind mit zwoelf
vielleicht schon so weit wie andere erst mit 20. Eine [willkuerliche, s.o.]
allgemeine Altersgrenze benachteiligt also automatisch jemanden.
3. Das Recht auf eine Stimme muss ueberhaupt nicht durch angebliche
persoenliche Reife legitimiert werden.
3.1 Auch ein bestimmtes Alter garantiert keine wie auch immer geartete 'Reife'.
3.2 Wer bestimmt ueberhaupt, was reif ist oder welche Wahlentscheidung Reife
widerspiegelt? Mit welcher Legitimation?
4. Auch politisches Wissen oder Erfahrung sind laut Gesetz z.Z. nicht
notwendig, da dies ja auch bei Volljaehrigen nicht 'kontrolliert' wird [łas
einerseits nicht moeglich, andererseits m.E. aber auch alles andere als
wuenschenswert ist].
5. Die Annahme, es gaebe bei Wahlen objektiv 'richtige' oder 'falsche'
Entscheidungen, fuehrt das Wahlrecht an sich ad absurdum. Insofern koennen
etwaige Wahlentscheidungen Minderjaehriger auch nicht daraufhin beurteilt oder
gar daran gemessen werden.
6. Kein richtiges Argument, aber ein praktischer Vorteil: Die Stimmen der
jungen Generationen bekommen so mehr Gewicht, was Parteien eher dazu ermutigt,
ihre Wuensche und Positionen in ihr Programm mit einzubeziehen zumindest
theoretisch].
Ich habe sicherlich irgendwas vergessen, was jemand anderes gerne nachtragen
darf. Ansonsten hoffe ich, zumindest mal einen Ansatzpunkt gegeben haben zu
koennen.
--
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