@Duracell: Ich wollte hier auch nicht den Eindruck erwecken, es sei "immer" der
Fall. Nur, dass es mittlerweile haeufig genug auftritt, um mir aufzufallen.
@Raul: Den generell Ansatz halte ich nicht feur verkehrt [genauso wird das ja
seit Jahren bei den Piraten diskutiert] - das Problem dabei sit: Wir sehen
einander nun mal alle nicht so oft. Und selbst dann kann man immer noch Leute
nicht moegen. Insbesondere online ist es einfacher, jemanden auf seine Meinung
zu 'reduzieren' - d.h. eventuell poisitiv wirkende andere
Persoenlichkeitsaspekte auszublenden. Fuer eine Diskussion sollte das an sich
gut sein, da so besser auf Argumente eingegangen werden kann und man auch nicht
Gefahr laeuft, sofort 'laut' zu werden.
Andererseits erfordert es aber eben auch etwas Disziplin und Besonnenheit, um
zunaechst mal in Erwaegung zu ziehen, dass man selbst Unrecht haben oder ein
Argument uebersehen haben koennte. Ich will nicht fuer andere sprechen, aber
mir persoenlich faellt sowas immer schwerer [was an sich ein Unding sein
sollte, aber ich schweife ab]. Und selbst wenn dem der eigenen Ansicht nach
nicht so ist, bin ich der Auffassung, dass es trotzdem lohnenswert ist, sich
die Muehe zu machen und sich mit der anderen Meinung des Gegenuebers zu
arrangieren.
Und zu guter [eher schlechter] Letzt: Mir gefaellt die gelegentlich aufkommende
Laesterkultur ueberhaupt nicht. Wenn man ein Problem mit jemandem hat, kann und
sollte man das dem-/derjenigen gegenueber ansprechen, wenn man naeher mit ihr
zu tun hat/haben muss. Ich hoffe, hier ist niemand so sehr mit sich selbst im
Unreinen, dass er/sie es braucht, das eigene Selbstwertgefuehl auf diese Weise
'aufzubessern'.
Ich zumindest kann sowas nicht ausstehen und es macht mir die Freude an der
Interaktion mit die ausuebenden Menschen kaputt.
--
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