Moin!
Ich war gerade auf einem Panel auf den Medientagen in München zum Thema
Jugendschutz im Netz. Wir haben dort auch über Filterprogramme für Kinder
und Jugendliche diskuttiert. Die KJM hat erstmals 2 Filterprogramme für
mehr Jugendschutz anerkannt und ist darüber auch nach außen hin sehr stolz
und glücklich, macht jedenfalls viel Werbung dafür. Wer mehr darüber
erfahren will kann sich im Rahmen der eingebetteten Initiative "Sicher
online gehen" besser über die Vorgänge informieren. Die Initiative
http://sicher-online-gehen.de/ wird gerade von Seiten der Politik
(Bundesfamilienministerin, verschiedene Ministerpräsidenten) und in
diversen Medien mit Werbung beworben. Ich denke wir dürfen das nicht
unkommentiert lassen.
Ich halte solche Filterprogramme aus diversen Gründen für problematisch.
Sie sind leicht umgehbar und sind in meinen Augen der falsche Weg Kinder
und Jugendliche an das Internet heranzuführen. Schlimm ist aber auch dass
sie ein falsches Gefühl der Sicherheit vermitteln, ein Problem dass ich für
besonders fatal halte.
Ich würde mir wünschen dass wir eine gute, lange, fundierte Stellungnahme
dazu verfassen. Gut wäre es wenn wir deutlich machen warum diese
Filterprogramme der falsche Weg sind und was wir alternativ empfehlen.
Diese Stellungnahme sollten wir gut vorbereiten und uns in der
Veröffentlichung von der Piratenpartei unterstützen lassen, ich halte das
für sehr wichtig weil es ein wichtiges Thema ist in dem grade einiges
schief läuft und zudem noch eines der ersten größeren Themen der JuPis war
(in Folge der Novellierung des JMStV).
Zudem hat Zapp noch ein kleinen Beitrag zum Thema verfasst der durchaus
informativ ist. http://www.youtube.com/watch?v=k-Mq2tXY7Ks&feature=g-all-u
Liebe Grüße,
Paul
--
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