> da immer mehr rationalisiert wird (was ja aus unternehmerischer
> Sicht durchaus nachvollziehbar und notwendig ist).

Rationalisierung ist schon eine vernunftige Sache. Nur was da seit ein paar
Jahren lauft, bringt kurzfristig dickere Brieftaschen fur die Eigentumer,
ist aber keine Markt- und Uberlebensstrategie.
Die Qualitat der Waren sinkt, das Angebot wird eingeschrankt - durch beides
sinkt der Kaufanreiz  und die Umsatze fallen weiter. Die Qualitat der
Ausbildung sinkt, aus Arbeitsstellen sind Jobs geworden, es fehlt die
Verbundenheit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, es gibt keine sicheren
Arbeitsplatze mehr - das wirkt sich auf die Qualitat der Arbeit,
Umsatzzahlen und die Uberlebensfahigkeit der Firmen negativ aus.

> ist es da nicht evtl. sogar denkbar,
> dass ein sinkender Nachwuchs das Problem auf lange sicht von
> selbst wieder reguliert? Weniger Leute, die Arbeit suchen,
> aber keine bekommen konnen, weil keine vorhanden ist?

Die Arbeitslosenquote wird in den nachsten Jahren automatisch sinken - ohne
dass irgendeine politische Ma?nahme getroffen werden muss - weil mehr Leute
in Rente gehen als durch die schon lange sinkenden Geburtsraten auf den
Arbeitsmarkt kommen.

Meine Tochter (10, 9, 2 x 8) werden das Problem Arbeitslosigkeit nur noch am
Rand erleben - doch das andert nichts an den Problemen der
Rentenversicherung. Es wird immer weniger Einzahler fur immer mehr Bezieher
geben. Die heutigen Renten konnen die kunftigen Beitragszahler nicht
finanzieren.

Tschu?, Joachim Uersfeld

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