> 
> > Wenn ich ernst nehme, was du gerade geschrieben hast, siehst du Anarchie
> > als Fortschritt.
> 
> Bedeuten ein paar um 39 Dollar Geprellte Anarchie?  Sind Omas die sich
> Lamawolldecken zu teuer gekauft haben und auf den Kosten sitzen bleiben
> der
> Anarchie ausgesetzt?  Leiden Leute die bei Ebay für alten Ramsch
> Höchstpreise bezahlen unter Anarchie?
> 
> Wollte ich wirklich perfekte heile Welt, dann hat das Konsequenzen. Und
> die
> sind nicht unbedingt angenehm.  Will ich im Gegensatz dazu mehr Freiheit,
> dann beinhaltet das auch die Freiheit Fehler zu machen und ggf. dafür
> zahlen
> zu müssen. Inklusive 39 Dollar für Luftnummern. Ich seh da allerdings
> nirgends Anarchie.
> 

Richtig, darin steckt auch noch keine. Du hast den Rest deiner Aussage
gerade verleugnet. Du hast dich gegen die sogenannte Vollkaskomentalität
ausgesprochen (wirklich herrlich, dass der Erfinder des Wortes selbige
bewiesen hat) daraus in etwa abgeleitet, dass Gesellschaftliche
Errungenschaften wie das Solidaritätsprinzip als Rückschritt zu betrachten
sind. Insbesondere, weil sie Bürokratie hervorrufen. Also sind
gesellschaftliche Errungenschaften für dich "Rückschritt in einer globalen
Gesellschaft". Im Umkehrschluss ist also Anarchie(*) für dich Fortschritt.

Gruss, Andreas.
(*) Es gibt auch schönere Worte dafür. "Mehr Eigenverantwortung", "Schlanker
Staat" und ähnliche. Aber man sollte die Dinge beim Namen nennen.



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