Hallo Liste,

 die Antworten zum Problemkomplex "Internet" gingen heute Morgen in
 Form einer Serienmail auf die Reise:

 >> Dabei ist an schlimmste Gewaltdarstellung, an pornographische aber
 auch an rechtsextreme Seiten gedacht. Soweit dementsprechende "Spiele"
 im Internet angeboten werden, gilt dies entsprechend. <<

 Da explizit von "strafrechtlich relevanten" Inhalten und Jugendschutz
 die Rede ist, bin ich so frei dies auf alle Arten von indizierten
 Medien zu beziehen, schliesslich ist u.a. das Zugaenglichmachen fuer
 Jugendliche strafrechtlich relevant.

 Grundaetzlich also nicht neues, sondern nur eine Zusammenfassung des
 bisher gesagten. Auf individuelle Fragen wurde nicht eingegangen.

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Subject: Live-Chat am 30_Januar 2003 mit Ministerpr�sident Beck
Delivery-date: Wed, 05 Feb 2003 10:58:26 +0100
From: "Hammer Claudia" <[EMAIL PROTECTED]>


Sehr geehrter User,

[..]

Sie pers�nlich haben sich dem Thema "Internet" gewidmet. Nachstehend
�bermittele ich Ihnen meine Meinung zu diesem Thema:

Das Internet ist ein modernes Informationsforum und sollte auch zur
Aufkl�rung und zum ehrlichen Diskurs benutzt werden k�nnen. Es kann
aber eben auch f�r Propaganda missbraucht werden. Deshalb sollten wir
sorgf�ltig hinschauen und reagieren, wo immer auch Reaktion geboten
ist. Auch im Internet d�rfen Rechtsextreme keine Plattform finden. Ich
trete deshalb uneingeschr�nkt f�r den Abschluss des Staatsvertrages
�ber den Jugendmedienschutz, der zum 01.04.2003 in Kraft treten soll,
ein. Danach wollen wir - und das ist einm�tige Haltung aller L�nder
und deren Parlamente - bei jugendgef�hrdenden Internetauftritten im
Zweifelsfall auch gegen�ber Providern auf die Sperrung solcher Seiten
einwirken.

Dabei ist an schlimmste Gewaltdarstellung, an pornographische aber
auch an rechtsextreme Seiten gedacht. Soweit dementsprechende "Spiele"
im Internet angeboten werden, gilt dies entsprechend.

Was im Einzelnen gesperrt und gefiltert werde soll, bezieht sich dabei
nat�rlich nicht auf den politischen Meinungsaustausch, sondern
vielmehr auf Dinge, die auch nach unserem Strafgesetzbuch verboten
sind, wie z. B. auf das Ver�chtlichmachen von Menschen j�dischen
Glaubens, die in den Konzentrationslagern brutal ermordet wurden oder
die Anleitung zur Gewalt und �hnliches. Das Internet ist kein
rechtsfreier Raum. Wer im Internet gegen strafrechtliche Vorschriften
verst��t, muss mit den gleichen Folgen rechnen, wie der, der dies in
sonstigen Bereichen unserer Gesellschaft tut.

Ich gebe zu, dass es aufgrund der technisch vorhandenen M�glichkeiten
im Einzelfall schwierig sein wird, auf entsprechende Internet-Verst��e
zu reagieren. Dies darf aber nicht dazu f�hren, dass wir es nicht
versuchen.

Ich betone nochmals, es geht nicht um Bevormundung oder gar Zensur.
Ich bin vielmehr davon �berzeugt, dass eine Gesellschaft sich vor
denen sch�tzen muss, die sie zerst�ren wollen. Wir m�ssen aus unserer
Geschichte lernen. Als die Weimarer Republik gemerkt hat, wohin
Radikalismus von Rechten und Linken f�hrt, war es zu sp�t. Die Folgen
belasten uns noch immer. Daher: "Wehret den Anf�ngen ...".

F�r Ihre Teilnahme am Chat und Ihre Bereitschaft sich mit diesem Thema
auseinanderzusetzen danke ich Ihnen ganz herzlich.

Mit freundlichen Gr��en
gez. Kurt Beck



versendet durch:
Claudia Hammer
B�rgerb�ro der Landesregierung
Staatskanzlei Rheinland-Pfalz
Peter-Altmeier-Allee 1
55116 Mainz
*       0 61 31 / 16 57 33
7       0 61 31 / 16 57 44


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MfG
 Olaf, ./fx3

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