Hallo *, 

> From: RA Stehmann [mailto:[email protected]] 

> Tatsächlich ist die Situation im Projekt alles andere als 
> einfach. Nach
> dem Wegfall der Unterstützung durch IBM brauchen wird nicht nur fähige
> Entwickler, sondern mussten auch eine neue Umgebung zum Bauen der
> Binär-Pakete aufbauen, was nicht ganz trivial ist.

Und wir haben versäumt organisatorische Änderungen im PMC durchzuführen.

Sorry, mir liegt diese ganze Projekt*politik* wenig, weswegen ich mich da
(leider?) rausgehalte, aber die Tatsache das IBM das Projekt verlässt das aber
nicht sichtbar zu personellen Änderungen im PMC führt ist doch sicher nicht
vernünftig.
Das ist kein Vorwurf, sondern eine Sachfrage. 

> Auch ist eine verlangsamte Entwicklung - sofern sicherheitsrelevante
> Fehler zügig angegangen werden - gut vertretbar, AOO ist eine 
> bewährtes
> Produkt, dass seine reife für einen professionellen Einsatz 
> seit langem
> bewiesen hat. Auch sind in diesem Umfeld lange Updatezyklen 
> üblich, denn
> dort wechselt man nicht alle halbe Jahre auf eine neue Officeversion
> (Never change a running system (without a good cause)).

So ist es. (Zu) Kurze Update-Zyklen sind kein Vor- sondern ein Nachteil.

Man muss hierbei mit Sorgfalt argumentieren und mangelnde Ressourcen auch also
Solche benennen, aber Updatezyklen in Größenordnung 12...24 Monate, _soweit es
Features betrifft und keine notwendigen Sicherheitsupdates_ wären das eigentlich
richtige Maß für die Praxis.

Die Tatsachen das wir bei Nennung von "12...24 Monate" schon virtuell Luftholen,
weil wir doch wissen wie schnell andere Projekte updaten, ist schon Teil des
Verständnisproblems für den praktischen Einsatz in Unternehmen, denn da heisst
jedes Update das es zunächst zu prüfen gilt ob das Update nicht zu Fehlern bei
eingesetzten Fachanwendungen, Makros usw. führt und das ist Kostenaufwand. 

(Das ist auch bei LO nicht anders, denn da ich beruflich sowohl Kunden 
unterstütze
die OO oder LO einseten weiß ich natürlich das LO-Kunden normalerweise (aus
vorstehenden Gründen) auch nicht jedes Update 'mitnehmen'. Größere Kunden tun 
das
schon von sich aus nicht, Einzelunternehmer die von gewisser 'Updateritis'
befallen sind lernen es meist wenn sie einmal durch ein Upate aus dem Tritt
geraten eil plötzlich ein Makro nicht mehr richtig funktioniert, Calc-Formeln
'anders' rechnen oder anderes mehr.)

> AOO muss seit kurzem Apache monatlich Bericht erstatten. Ich habe
> neulich mit einer Person gesprochen, die diese Berichte liest. Sie
> meinte, wir sollten dies nicht als Belastung verstehen, sondern als
> Chance begreifen.

Seitens Apache finde ich diesen Weg sogar vernünftig, denn er zeugt davon das
Apache seine Prozesse zur allgemeinen Qualitätssicherung im Griff hat.

Den Fehler sehe ich eher bei Teilen der Community, nämlich denen die (wie ich) 
von
OOo kamen und die um die Spezific des Projektes wussten und nicht mit 
ausreichend
Nachdruck 'Regeländerungen' für OO gefordert haben.

Auch meine Position war diesbezüglich, ab einem gewissen Punkt, leider so das 
ich
den eher bequemen Weg gewählt habe meine Arbeit auf die http://www.prooo-box.org
zu konzentieren, als geduldig mit Apache um Verbesserung der Organisation zu
ringen.


Ich denke (auch) wir (de-AOO) müssen uns (nochmals) aufraffen und an diesem 
Punkt
ansetzen. Wir sollten uns dabei auf die Erfahrung mit der Liste hier besinnen, 
die
wir ja quasi Apache auch 'abgetrotzt' haben.

Letzteres sollte niemand missverstehen, ich glaube Apache verfolgt einen sehr
vernünftigen und überlegten Kurs, was das Gesamtkonzept betrifft. 
Einzig müssen wir unsererseits verstehen das unser 'Kampf' bestimmte Dinge
durchzusetzen, eigentlich Teil des Konzeptes ist das Apache verfolgt und nicht
dessen Gegenteil, denn worum es geht ist das Apache mit Regeln die ganze 
Struktur
stabilisiert, um zu verhindern das quasi diverse beliebige Vorschläge (im Sinne
eines Strohfeuers) das Projekt immer wieder schwanken lassen.


 
Gruß
Jörg


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