Moin Herbert,

Du hast schon ein paar Antworten bekommen, lass mich daher mal
selektiv auf drei Punkte eingehen.

Für die Liste - es geht vermutlich um die folgenden beiden Bugs:
- tdf#118091
- tdf#62408

Du fragst:
> Wie kann es sein, dass es immer noch so viele offensichtliche und
> gravierende Fehler gibt?
>
Naja, es gibt ebenso viele Leute, die LibreOffice privat und
professionell problemlos einsetzen. Die Relevanz von Bugs ist immer
relativ - wenn ich ein Feature (wie z.B. Videos) nicht verwende, habe
ich auch kein Problem mit Impress.

Jede Software hat Bugs (proprietäre wie OpenSource). Welche davon wann
gefixt werden, hat bei proprietärer Software nur der Hersteller in der
Hand, bei OpenSource wir alle.

> Was läuft hier schief im Vergleich zu anderen OpenSource-Projekten
> wie Linux, die sehr viel stabiler sind?
>
und

> Vielleicht fehlt hier ein Linus Torvalds an der Spitze, der die
> Leute auf den richtigen Kurs bringt und ihnen deutlich seine Meinung
> sagt, wenn sie Schrott produzieren...
>
Also selbst wenn das so sein sollte (ist es eher nicht -
https://lwn.net/Articles/742404/ und https://lwn.net/Articles/366648/
usf.), neu in eine Gruppe reinkommen & erstmal allen sagen, dass sie
'Schrott' produzieren ist nicht der beste Einstieg. ;)

Deine Bewertung der Qualität von LibreOffice will ich nicht beiseite
wischen, für Deinen Anwendungsfall ist das sicher derzeit ein
Ausschlusskriterium (falls Recodieren der Videos keine Option
ist). Allerdings muss ich Dir aus Projektsicht sagen, dass
grundsätzlich LibreOffice den Release- und QA-Prozess unter Kontrolle
hat - gemeldete Bugs werden nachvollzogen, Blocker und
sicherheitsrelevante Fehler zeitnah behoben, und die Anzahl offener
Bugs (in jeglicher Kategorie) ist stabil, d.h. es werden im Mittel
ebenso viele Bugs gefixt wie neue reinkommen.

Für _konkrete_ Bugs gibt es aber keine Garantie, dass die gefixt
werden - entweder findet sich jemand, der das freiwillig macht, oder
es wird jemand für den Fix bezahlt. Das ist aber bei Linux auch nicht
anders (siehe diverse Hardware, die eben halt ewig nicht supported
wurde).

> [...] aber das Ergebnis war, dass man meine Beiträge lieber
> versteckt hat, als sich mit ihnen auseinanderzusetzen.  Nach dem
> Motto "geht mich nichts an, will ich nicht wissen." Vermutlich sind
> (deutsche) Werte wie Gründlichkeit und Präzision in der
> internationalen Community nicht so sehr ausgeprägt und man hat mich
> deshalb nicht verstanden...
>
Hrm. Also zum Hintergrund: der Bugtracker ist kein
Anwendersupport-Forum, sondern eine Arbeitsplattform für QA und
Entwickler. Daher werden für den konkreten Bug nicht relevante
Kommentare ausgeblendet, sonst muss jeder Entwickler und
QA-Freiwillige erstmal seitenlange Texte lesen - was dem zügigen Fixen
von Bugs wiederum abträglich ist.

Und Du hast ja dann das Richtige getan, und einen separaten Bug
einstellt (konnte ich hier nicht nachstellen, hab aber auch eine alte
Version von K-Lite).

Viele Grüße,

-- Thorsten

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