Hallo!

Am 2016-03-10 um 21:12 schrieb Wolfgang Nagele:
Hey,

[...]
(BCC: Henning)
Wenn die Simulation und andere Bereiche konkreter sind wirds auch ausserhalb der Gruppe die aktiv daran arbeitet mehr Info geben. Im Moment waer das einfach zuviel Overhead weil wir in der Anfangsphase sind.
Apropos Anfangsphase:
Wie wäre es mit dem folgenden Vorschlag für die Grundlagenentwicklungsphase:

1. virtuelle Maschinen mit OpenWRT x86-kvm (da gibt's sogar ein Image
   dafür) aufsetzen
2. Testnetz zwischen denen aufbauen
3. Konfigurationen variieren (v6-only, dual-stack, dual-olsr)
4. Linksys dazuhängen

Jeder im Team bekommt einen solchen virtuellen oder echten "Router" zum Testen. Einer von Euch koordiniert die Tests. So muss man nicht unbedingt extra zusammenkommen, sondern kann gemütlich remote und koordiniert testen, das Testnetz bleibt auch aktiv, der Rest vom Netz wird nicht beeinträchtigt und stromsparend sollte es auch sein.
Die Testszenarien solltet ihr natürlich im Team planen.

Ich schätze, dass dem Verein das ein paar prozessorschwache virtuelle Maschinen zu diesem Zweck im Housing für den Vereinszweck wert sein werden, oder? Testen würde ich's erst mal mit IPv6 ULA-Ranges oder gar nur Link-lokal. Für IPv4 könnt ihr das apipa/autoconf von Henning nützen.

Die Erfahrung mit x86-kvm kann man dann leicht auf alix und co übertragen. Hinsichtlich der Paketierung von Firmwares für andere Plattformen kann man auch etwas auf diese Weise lernen.

Aus den Erfahrungen hieraus Usecases entwickeln und die virtuellen Router spezialisieren. Jeder Maintainer ist für einen Usecase verantwortlich. Wird die Arbeit zuviel, soll er eigenständig delegieren.

Nächster Schritt: Dasselbe mit echten Routern auf der Atheros-Plattform, auf der mittlerweile recht viel im Netz läuft.

Letzter Schritt: Firmware für die WRTs.

Für die WRTs und/oder andere ältere Router wäre womöglich ein v4/v6 Übergangsmechanismus plus entsprechende Ankündigung von Routen lohnender als die Umrüstung auf OLSRv2 und v6. Ich rechne damit, dass die Art Hardware nicht mehr ewig im Einsatz sein wird.


Freue mich schon wenn du dich auch mehr beteiligen kannst.
Ich lese hier gern mit, was sich tut.

Es wäre nett, wenn die Planung nicht ausschließlich in der Kaffeehausrunde oder an Devel-Weekends stattfände - wenn Du in der Gruppe einen Berichterstatter findest, der wöchentlich hier schreibt, was es Neues gibt, wäre das eine große Hilfe bis dahin. Ganz wichtig wäre neben der Planungskoordination die Dokumentation der Erkenntnisse und die (öffentliche) Niederschrift daraus entwickelter neuer Szenarien.

Bin mir sicher das du jede Menge hier beitragen kannst.
Hoffen wir es ;-)
Das hier war jedenfalls schon einmal ein Versuch.

Bitte haltet Kontakt "zur augenscheinlich nicht aktiv beteiligten Außenwelt", Teil- Probleme lassen sich vielleicht auf diese Weise schneller lösen. Irgendwer weiß immer irgendwas...


Danke für Dein und Euer Engagement!

lg

LG
Erich

2016-03-10 19:40 GMT+01:00 Erich N. Pekarek <[email protected] <mailto:[email protected]>>:

    Am 2016-03-10 um 18:25 schrieb Wolfgang Nagele:
    Hallo,

    Sehr viele gute Fragen hier.
    Auch viele alte Fragen. Henning Rogge hat einige Vorarbeiten
    geleistet, soweit ich mir bekannt ist. Sind diese Grundlage dieser
    Bestrebungen?
    Ich lade dich ein beim naechsten Treffen dabei zu sein weil Email
    fuer diese Zwecke viel zu langwierig ist. Die Gruppe wurde
    geformt um etwas vom alten Stil der Zusammenarbeit wieder zurueck
    zu bringen. D.h. auch das beharren darauf das Leute die sich
    wirklich beteiligen wollen vorbei kommen. Wir haben viel zu tun
    und wollen das nicht damit verbringen in Emails zu versinken.
    Ich danke für Deine Einladung, kann sie aber bis zum Sommer nicht
    wahrnehmen. Es gibt viele Termine, an denen ich gerne teilnehmen
    würde, die jedoch nicht Priorität haben. Somit stehen mir derzeit
    für derartige Anlässe nur asynchrone Kommunikationsformen zur
    Verfügung.
    Auch können E-Mails produktiver sein als Treffen, bei denen die
    Aufmerksamkeit durch Gruppendynamik leicht abgleitet.

    Kurz - der Grossteil dieser Fragen ist noch komplett offen. Im
    Moment ist der Fokus auf Machbarkeit - d.h. Installation und testen.
    OLSRv2 in ein Image zu kompilieren, ist auch mit dem Imagebuilder
    keine allzu große Hexerei:

    oonf-dlep-proxy_0.9.2_ar71xx.ipk
    oonf-dlep-radio_0.9.2_ar71xx.ipk
    oonf-init-scripts_0.9.1-r3_ar71xx.ipk
    oonf-olsrd2_0.9.2_ar71xx.ipk

    'PACKAGES+="oonf-olsrd2 ... "'

    Ansonsten: definiere Machbarkeit; was willst Du eigentlich machen
    und wobei genau brauchst Du Hilfe? Die Devise muss "delegieren und
    dokumentieren" lauten.
    Die Simulation dient genau auch dem Zwecke der Machbarkeit - wenn
    es nicht moeglich ist das Netz ohne grossflaechige Fragmentierung
    auf einen neuen Standard zu heben brauchen wir nicht weiter
    machen mit diesem Ansatz.
    Mir ist nicht klar, auf welchen Daten die Simulation genau
    aufbaut, welche Annahmen sie voraussetzt und welche Aussage sie
    tätigt, außer: Das Core-Team fängt an und dann rüsten abwechselnd
    die größten Tech-Cs im Netz Alles um, worauf sie selbst Zugriff
    haben, bis am Ende auch die letzten Nodebetreiber mitziehen
    (müssen). Das Maß an Beteiligung, das hier als Anforderung im Raum
    steht, ist im Widerspruch zur Funktion des sozialen Gefüges von
    Funkfeuer, wie ich es kenne. Damit zäumt man das Pferd von Hinten
    auf. Optisch finde ich das Video nett.


    Veraltete Hardware gibts noch zuhauf im Netz (bis zu 70 Linksys
    aus der WRT54 Reihe). Wobei wir alle prinzipiell die lieber
    weghaben wuerden verfolgen wir solange es geht den inklusivesten
    Ansatz den wir umsetzen koennen. Du hast voellig Recht das es
    sein koennte das dieser nicht machbar sein wird ... das wollen
    wir aber zuerst sehen.
    Im urbanen Bereich ist die Nutzung dieser Router mittlerweile von
    nur noch geringem praktischen Wert. Die Hardwarekosten für echte
    Outdoor-Router sind auf ein leistbares Niveau gesunken und deren
    Ausstattung ist gut.
    Zudem altern auch Prozessoren und Kondensatoren und es ist nur
    eine Frage der Zeit, bis aufgrund der Umgebungsbedingungen die
    Zahl der Ausfälle oder sonstiger, unspezifischer Fehlfunktionen
    bei der alten Hardware steigt.

    Das OpenWRT-Projekt selbst unterstützt Hardware mit <16 MB RAM und
    <4MB Flash ohnedies kaum noch.

    Schritt fuer Schritt zum Ziel. Alle Fragen theoretisch
    durchzukauen motiviert niemanden Probleme zu loesen. Dann fuehlt
    es sich nur wie ein unbeweltigbares Problem an. Das ist es aber
    100% nicht.

    Die Frage ist, ob wir manche Probleme überhaupt lösen sollen, um
    zum Ziel zu kommen oder, ob man sich damit nicht vermeidbare
    Komplexität einheimst?
    Natürlich könnte man auch heute noch Flugbahnen von Objekten mit
    Röhrencomputern errechnen und sicherlich macht das einigen
    Enthusiasten auch Spaß...
    Es geht heute aber auch anders: schneller und genauer.


    Abschliessend - bitte komm vorbei wir brauchen mehr Leute die
    diese Probleme begreifen und an der Loesung mitarbeiten wollen.
    Ab dem Sommer gerne. Davor habe ich persönlich pressierendere
    Angelegenheiten zu regeln.

    Gerne kann ich Dir ein rudimentäres Build-Script schicken, mit dem
    ich individualiserte Firmwares mit dem OpenWRT Imagebuilder (image
    generator) erstelle. Zusätzlich die passenden Paketlisten für
    einige Usecases und Router-Modelle (TL-WR740/741/842/1043ND,
    UBNT). Aber Vorsicht: nicht jede Firmware, die da herauskommt,
    funktioniert auch. Eine daraus kompilierte Firmware hat auch schon
    einen Router nachhaltig gebrickt.

    Die Konzepte für ein neues Netz kann man jedoch auch auf einfacher
    zu wartender Hardware oder virtualisiert vortesten. Erst dann
    würde ich eine Roadmap erstellen und erst danach eine Firmware
    basteln.

    Wie Du richtig sagst: Schritt für Schritt.


    lg

    On Thursday, 10 March 2016, Erich N. Pekarek <[email protected]
    <mailto:[email protected]>> wrote:

        Hallo!

        Ich wollte mich zwar aus der Diskussion ausklinken, aber
        möchte nun doch ein Fragen stellen...

        Am 2016-03-10 um 16:19 schrieb Wolfgang Nagele:

            Hi,

            Am letzten Montag haben wir gute Fortschritte gemacht -
            OpenWRT und OLSRv2 mit native IPv6 haben wir auf einigen
            Linksysen sowohl auf LAN als auch WLAN zum Laufen gebracht.

        Wie sinnvoll ist es, bei Neuentwurf des Netzes auf veraltete
        Hardware mit nur noch eingeschränkt nutzbarem
        Frequenzspektrum und nur noch wenig nutzbarem Speicher zu
        setzen? Meiner Erfahrung nach funktionieren die Linksys WRT
        mit aktuellerem OpenWRT nur bedingt, uz ohne HTTP/LuCI und
        mit zram (zram-swap), letzteres zeitweise jedoch nur instabil.

        Auch für LAN-only-Szenarien erscheint mir diese Hardware
        nicht unbedingt mehr nützlich, auf wenn ich verstehe, dass
        der Wunsch, nichts wegwerfen zu müssen existiert und
        ansonsten legitim ist.

        Welche Gründe sprechen für eine Weiterverwendung, welche dagegen?


            [...]

            Um es euch noch etwas schmackhafter zu machen - hier eine
            Simulation wie die Netz Umstellung ausschauen könnte:

            
https://dl.dropboxusercontent.com/u/3352025/funkfeuer-transition-olsr-v1-to-v2.mp4


        Auf welchem sonstigen Planungskonzept beruht dieses
        Rollout-Vorhaben?
        Seid Ihr schon so weit, dass man ans Rollout denken kann?
        Welche Tests wurden bisher gemacht?
        Wie ist das Laufzeitverhalten von OLSRv2 auf den üblichen
        Geräten?
        Wie ist der Speicherbedarf auf den Geräten und wie skaliert
        er in der Theorie und in der Prognose für den Einsatz
        aufgrund bisheriger Beobachtungen? (schaut Henning Rogge sich
        das an?)

            Legende:
            - Dunkelgruen sind Links/Knoten die Dual laufen werden
            (OLSRv1 auf IPv4 und OLSRv2 auf IPv6)
            - Hellgruen sind Links/Knoten auf OLSRv2 mit IPv6 only
            - Grau sind Links/Knoten auf OLSRv1 mit IPv4 only

        Offensichtlich geht Ihr von einer totalen Migration aus. Wie
        realistisch ist es, dass diese passiert?
        Ich nehme Bezug auf eventuell verwaiste Knoten, nicht
        migrierbare Hardware (Speicher < 16MB), User-Akzeptanz.

        Was wäre das Exit-Szenario für die Abwärtskompatibiltät? Wäre
        grundsätzlich das Abschneiden alter Zöpfe denkbar
        (insbesondere: alte Linksys WRTxxyz)?


            Die Simulation basiert auf der Netztopologie sämtlicher
            Geräte im dzt. Netz. Da ist noch einiges an Arbeit zu
            machen (Link Quality miteinbeziehen, etc.) aber es zeigt
            zumindest das es möglich ist.

        Unter welchen Rahmenbedingungen?
        Wer koordiniert das?
        Wer führt das aus?

            Wenn wir alles andere haben können wir dann damit genau
            planen wann welche Geräte upgegraded werden müssen sodass
            das Netz nicht fragmentiert.

        Ist es sinnvoll, dass Netz nicht zu fragmentieren oder kann
        gezielte Fragmentierung nicht auch ein Vorteil sein?
        Was, wenn Knotenbetreiber auf dem Status Quo beharren?

        Wieder in Bezugnahme auf Linksys WRT, UBNT AR23xx, ...: Kann
        es unter der Prämisse von Akkus Leitspruch "ich will
        niemanden verlieren" sinnvoll sein, OLSRv1-Inseln zu
        belassen, anstelle diese zu migrieren? An den Schnittpunkten
        genügt solcherart eine Default-Route auf v4 und ein
        Transitionsmechanismus auf v6.

        Ist der bisherige Fortschritt und der
        Softwareentwicklungsprozess öffentlich dokumentiert? Wenn ja, wo?

        Danke!

        LG
        Erich




    LG
    Erich

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