On 05/04/2016 01:06 PM, Matthias Šubik wrote: Hi,
Nur als Beispiel: wenn dieser Teilnehmer sagt: “Der Domain gehört mir nicht (alleine)”, ist es nach deutsche Rechtsprechung automatisch eine GbR, deren Anteile nicht offen gelegt sind. Wer gibt und nimmt commit rights …
Das Problem hast Du immer ab einem gewissen Punkt, wenn Du Vertragsbeziehungen eingehen willst. Da gibt's halt keine Rechtsform des unstrukturierten, anonymen, hierarchielosen Kollektivs.
Wird halt of so gelöst, dass anstatt das ursprüngliche Projekt gerade zu biegen ein Fork gestartet wird – mit entsprechenden Reibungsverlusten.
Ich will das Projekt nicht kaputt reden, aber viele Dinge liegen halt noch vor ihnen. ffmpeg/cacert/funkfeuer … alle kollektiven Aktivitäten die abseits des monetären Interesses arbeiten haben anscheinend ähnlich gelagerte Strukturprobleme.
Ich glaub nicht, dass es von der monetären Frage abhängt, sondern eher von der fehlenden oder nicht funktionierenden Führung. Ich kenne kein Beispiel, wo "jeder macht (nur) das, was er will, wann er will, so lange er will, wie er will" dauerhaft zu einem nennenswerten Ergebnis führt. Das funktioniert, solange viele genau dasselbe Ziel haben, z.B. einen schnellen Uplink. Für diesen Zweck ist der Ansatz schlank, quasi ad-hoc, führt aber halt dazu, dass sich Gemeinschaften bei einer anstehenden Neudefinition der Ziele (weil z.B. das ursprüngliche weggefallen ist) eher auflösen als kollektiv anpassen.
Manche innerhalb von Funkfeuer bevorzugen dieses Community-Modell – ich nicht. Ich bin dafür, dass unsere Links ad-hoc bleiben (802.11s FTW!), wir uns aber als Community (besser) strukturieren sollten, um mehr als eine unverbindliche Neigungsgruppe zu werden.
CU, David -- Discuss mailing list [email protected] https://lists.funkfeuer.at/mailman/listinfo/discuss
