Hallo Liste!

Ich habe bei einer "mobilen Anwendung", die vielleicht auch einige von Euch (etwa im Zusammenhang mit einem Funkfeuer-Tunnel) interessieren könnte, ein Problem und suche dafür eine passende Lösung.

Komponenten:
TP-Link TL-WR1043NDv1 (Chaos Calmer 15.05.1 Eigenkompilat mittels Imagebuilder)
ZTE MF831 LTE-Stick (Hofer-Version)
Yesss-Simkarte mit LTE-Paket
versuchsweise: USB HUB extern gespeist

Anordnung:
Der ZTE-Sick ist mit der Yesss-Sim-Karte bestückt und arbeitet werksseitig in einem HiLink-ähnlichen Ethernet Modus (19d2:1405). Am TL-WR1043ND scheint er als emuliertes Ethernet-Interface "usb0" mit der IP 192.168.0.1/24 aufscheint. Die Firmware des Sticks ist stark beschnitten, daher kann man nur das Allernotwendigste einstellen. Der TL-WR1043ND bezieht seine IP, Gateway und DNS-Server mittels DHCP und nattet dieses NAT-Interface, das im A1-Netz (Yesss) ebenfalls genattet wird. (Grundsätzlich funktioniert das unter diesen Rahmenbedingungen soweit gut.) Der TL-WR1043ND stellt über OpenVPN einen Tunnel zu einem Server mit statischer IPv4-Adresse her. Alternativ wird Miredo genützt, um über das Teredo-Protokoll (UDP) IPv6-Konnektivität zu erlangen.

Problem:
Der ZTE-Stick scheint fallweise abzustürzen. Bei näherer Betrachtung steht dies anscheinend im Zusammenhang mit "Paket(de-)aktivierungen" oder eventuell sonstiger SIM-Aktivität. Steckt man den Stick ab und steckt ihn wieder an, ist der Router mit darauf laufendem Watchdog-Cronscript binnen weniger Augenblicke wieder online.

Lösungsansatz:
Der LTE-Stick ZTE MF831 wird grundsätzlich über sein Web-Interface angesteuert. Über eine im Internet recherchierbare URL kann man den Stick in einen Modem-Modus (19d2:0016) versetzen und mittels usb-serial-Modul als /dev/ttyUSB2 über AT-Befehle ansprechen. Darüber ließe er sich auch zurücksetzen (zumindest der Mobilteil mit AT+CFUN=1,1); anschließend kann man ihn mittels AT+ZCDRUN wieder in den Ethernet-Mode versetzen. Dazu gibt es Anleitungen im Netz, die ich befolgt habe. Das funktioniert eine Weile recht gut, aber manchmal hängt sich der Stick eben komplett auf, ohne, dass ich das (aus der Ferne) nachvollziehen kann. (Der Stick läuft auf Android und es gibt auch eine Möglichkeit adb mit root-shell über eine weitere URL zu aktivieren, aber das ist die von mir angestrebte Lösung. Auf diese Weise könnte man einen zum auf dem Router hinterlegten ssh-private-key ssh-public-key aufspielen und mittels ssh -lroot 192.168.0.1 'reboot' vorgehen. Das will ich so nicht und es ist fraglich, ob man den Stick so überhaupt noch erreicht, wenn er abzustürzen gedenkt.)

Fragen:
Hat jemand von Euch Erfahrung auf dem Gebiet? Welche Art Software-Reset könnte man noch versuchen und wie führt man den aus? Kann man in neueren Linux-Kerneln die Stromzufuhr zu einem bestimmten USB-Port per Software steuern? (Der Trick mit /sys/bus/usb/devices/usb1/authorized löst das Problem nicht.) Wenn ja, wie? Kennt jemand von Euch eine Art USB-Relay, mit dem man ein über Software steuerbares Äquivalent zum Anstecken/Abstecken durchführen kann (nein, kein Roboterarm, ;-)? Ich denke da an eine Anordnung aus USB-Hub mit integriertem Device (ansprechbar etwa über AT+Commands o.ä.) die ein Relay steuert, hinter dem eine weiterer kaskadierter,integrierter USB-Hub liegt. (Also nach Art eines 7-Port-Hubs nur mit Relay auf den Powerlines dazwischen). Auf Amazon und Ebay finde ich nichts, was meiner Vorstellung entspricht, dafür aber zahlreiche Einzelrelays.

Bitte um sachdienliche Hinweise!

Danke!
LG
Erich

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