Hallo David!

Am 2016-12-31 um 19:42 schrieb David Hopfmueller:
Hi all,

Lang erwartet, oft versprochen: Die neue Funkfeuer-Homepage ist online!
:-) https://www.funkfeuer.at/
Super! Ich freue mich (mit kleineren Vorbehalten, die wir sicher noch ausräumen werden) und danke für diesen wichtigen, nach außen hin wahrnehmbaren Impuls. Möge noch viele solche Impulse 2017 folgen.


Trotzdem muss ich konstruktive Kritik anbringen:

1. Linkkontinuität: Einige Links funktionieren nicht mehr:
Etwa dieser hier https://www.funkfeuer.at/fileadmin/Dokumente/verein/wien/20140505_Statuten_Funkfeuer_Wien.pdf Das ist unvorteilhaft, weil alte Links in den Mailarchiven und im Wiki existieren. Es sollte aber mittels redirect (auf das semantische Wiki) möglich sein, diesen Missstand schnell zu beseitigen.


2.a. Statutenwidrig politische Inhalte:

„Jede Person stellt ihren Knoten anderen Teilnehmer*/__innen_/* zur Datenübertragung ...”

Wenn der Verein nach "§ 2: Zweck" [Anm:
1. Grundsätzliches
(a) Die T*ätigkeit des Vereins und seiner Mitglieder* ist *politisch und konfessionell neutral*. ], die Vereinstätigkeit nicht politisch ist, dann haben gegenderte Texte dort nichts verloren: Erstens weil _/*Binnenmajuskel*/_ udgl. im *Gegensatz zur Barrierefreiheit *stehen (etwa /*Braille*/), was seinerseits *als Ablehnung von Behinderten gewertet werden könnte*, was *wohl nicht beabsichtigt sein kann¹*, zweitens diese Majuskelart im amtlichen Sprachgebrauch auch weiterhin nicht vorgesehen ist, und drittens auch mit dem generischen Maskulinum oder einem Sammelneutrum grundsätzlich geschlechterneutrale Sprache machbar ist, ohne dass man das Trennende vor das Gemeinsame stellt. Zudem ist es meines Erachtens herabwürdigend, Frauen durch ein disjunktes "_innen" oder ein erregiertes "i" in der Wortmitte quasi als Anhängsel zu einem vermeintlich männlichen Wortstamm darzustellen. Sich solcher Formen zu bedienen, ist das falsche Signal für Gleichberechtigung und Gleichbehandlung und zudem ist es sprachlicher Nonsens.

Wenn Ihr Frauenförderung betreiben wollt, dann holt Frauen real vor den Vorhang und lasst sie ihre Knoten vorstellen - etwa in Videos oder sonstigen Beiträgen. Das wäre mehr als nur ein grammatikalisch zweifehaftes Lippenbekenntnis.


2.b. Statutenwidrige Darstellung des Vereinszwecks im Netz:

Laut neuer Homepage:
"Funkfeuer ist eine offene, nicht-kommerzielle Initiative für freie Netzwerke. *Es soll dabei ein nicht reguliertes Netz entstehen*, welches das *Potential hat, den digitalen Graben zwischen den sozialen Schichten zu überbrücken* und so Infrastruktur und Wissen zur Verfügung zu stellen."

Laut Statuten:
    § 2: Zweck
2. Sachlicher Tätigkeitsbereich
(a) Anwendungsorientierte wissenschaftliche Erforschung und Weiterentwicklung von Übertragungstechniken-
und Technologien sowie die wissenschaftliche Lehre auf diesem Gebiet.

Die Gemeinnützigkeit nach § 2 1. lit b richtet sich in einschränkender Weise nach dem sachlichen Zweck. Der ist hier nun einmal wissenschaftliche Forschung und Lehre. Den Zweck fehlender Regulation kann ich daraus nicht ableiten. Auch das Potential, den "digitalen Graben zwischen sozialen Schichten zu überbrücken" kann ich daraus nicht ableiten, wohl aber die Wissensbereitstellung. Es mag faktisch stimmen, es ist aber kein gegenüber der Vereinsbehörde oder der Steuerbehörde so offengelegtes Vereinsziel und womöglich insofern eine schädliche Darstellung.

Wenn das tatsächlich Ziele sein sollen, dann hat nur die MV die Autorität, diese festzulegen, soweit sie gesetzlich auch zulässig sind. Bis zur Klärung bitte ich, auf die problematische Formulierung zu verzichten.

Der Vorstand möge dies bitte auch zum Anlass nehmen, den längst überfälligen Statutenkonvent nun einberufen - dort kann man über die Zielsetzung reden.


Einstweilen ein Gegenvorschlag:
Unabhängig von der Homepage halte ich den Begriff "Offenes IP-basiertes Funknetz auf Gegenseitigkeit", "das der wissenschaftlichen Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Netzwerktechnik" dient, als prägnanteste Beschreibung von Funkfeuer, so wie es gegenwärtig konstituiert ist. Ich ersuche darum, sich damit auseinanderzusetzen.




Im Namen des Vorstands wuensche ich Euch allen einen guten Rutsch und
auf viel Spass an unserem gemeinsamen Projekt im neuen Jahr!

Dir auch! Und herzlichen Dank für Deine bisherigen Bemühungen, die mir Zuversicht für Funkfeuer 2017 geben!
Und freilich auch allen anderen, die oft im Stillen Großes bewegen!

David
LG
Erich

und rosch haschana (tov) oder einen "guten Rutsch" oder wie immer man es politisch korrekt sagt.



¹: Da ich einen gehörlosen Bruder habe, bin ich für das Thema einigermaßen sensibilisiert: Oft nehmen nicht beeinträchtige Menschen die Konsequenzen einer visuellen oder audiellen Einschränkung (oder einer Behinderung) nicht korrekt wahr. Es ist wahrlich skurril, was man dann erlebt.
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