Hallo Axel und Liste,
eine Antwort in eine ganz andere Richtung:

>>Das klingt ja so, als ob dem Konsumenten etwas angedreht werden >>sollte,
>>wonach er bislang noch gar kein Verlangen hatte. Ich dachte immer 
>> >>Marketing waere vom Kunden auf den Kunden gerichtet. Ihm sollten echte 
>> >>Probleml�sungen f�r existente Probleme angeboten werden, nicht aber die 
>>Erkenntnis
>>eingeimpft werden, dass ihm ja etwas fehlt,und er es dringend >>kaufen 
>>m�sse.

>Wenn wir mal ehrlich sind, dann ist es nicht selten ja auch so, oder 
> >nicht? Das will ich ja gar nicht abstreiten. Wir d�rfen aber nicht 
>vergessen, >da� dieses System ja nicht zuletzt auch die Grundlage unseres 
>Wohlstandes ist, >also sollten
>wir es nicht unbedingt verteufeln.

Womit wir bei der moralischen Diskussion angekommen w�ren. Wenn schon unser 
Wohlstand erw�hnt wird, dann sollten wir auch "Die Grenzen des Wachstums" 
und die �kologischen Nebeneffekte beachten.



>Deinem letzten Satz kann ich aber auch nicht ganz zustimmen, denn 
> >letztlich entscheidet der Kunde ganz allein, ob er ein Bed�rfnis erf�llt 
>haben >m�chte oder
>nicht.

Ich denke mal, von der Idee des m�ndigen B�rgers, der aufgrund von 
objektiven Analysen eine Kaufentscheidung trifft, haben wir uns schon vor 
langer Zeit verabschiedet.(s.u.)

>Andererseits sind die Marketingabteilungen der Unternehmen ja auch >keine 
>Wohlfahrtsstiftungen (vgl. oben). Aber falls irgendjemand irgendein 
> >Produkt kauft, dann tut er es, weil er meint, irgendein Bed�rfnis damit 
> >befriedigen zu k�nnen, und sei es nur Geltungssucht oder Neiderzeugung 
>bei anderen >(Was ist zum
>Beispiel das existente Problem bzw. die ECHTE Probleml�sung beim Kauf >von 
>teurem
>Schmuck?).
>...
>Axel


Gegen die geballte Wissensmacht von Marketingabteilungen, die sich von der 
Verhaltensforschung bis hin zur Tiefenpsychologie der neuesten Erkenntnisse 
bedient, hat das "fachunkundige" Individuum wenig entgegenzusetzen. Insofern 
besteht eine hohe Notwendigkeit zur "moralischen" Anwendung des Marketing. 
Geltungssucht kann auch durch V�lkermord befriedigt werden, der 
marketingtechnisch bestens aufbereitet werden kann.

Diese Antwort f�hrte zwar aus dem eigentlichen Thema heraus, war aber m.E.n. 
wichtig, da dieser Aspekt des Marketing kaum Beachtung findet und 
gewisserma�en als Spinnertum abgetan wird.

Hendrek


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