Hallo und moin, moin.
ersteinemal ganz herzlichen Dank f�r die ausf�hrliche Antwort.
Benedikt Stockebrand <[EMAIL PROTECTED]> writes:
> Moin Sebastian und Liste,
>
> Sebastian, Du machst Dir das Leben unn�tig schwer, weil Du zu viele
> Baustellen gleichzeitig aufmachst.
>
> An Deiner Stelle w�rde ich erstmal folgendes machen:
>
> - Vergiss Freenet6, bring erstmal Dein Netz intern ans Laufen.
>
> - Benutz zum Beispiel Addressen aus dem Doku-Adressbereich des APNIC
> 2001:db8::/32 f�r Deine ersten Gehversuche.
Okay. Vielleicht ist das ein Trick ...
> Oder von mir aus
> Site-Local-Adressen aus fec0::/10, aber dann gibt's hier wieder
> Haue:-)
Hm. Warum? (ich f�rchte, ich l�se FAQ-Alarm aus): weil "Site" zu
unscharf definiert ist?
> - Bei IPv6-Adressen vertippt man sich fr�her oder sp�ter und sucht
> dann an der v�llig falschen Stelle nach einem Problem. Um das in
> den Griff zu bekommen, solltest Du bei Deinen drei Rechnern die
> Adressen �berall einmal in die /etc/hosts eintragen, alles andere
> macht nur �rger.
Okay.
> - Ganz wichtig bei Debian: Der radvd darf nur auf Routern installiert
> sein, sonst gibt es Probleme, die Deinen mindestens sehr �hnlich
> sind.
Ist das ein Debianismus? Ist das ein Linuxismus?
[...]
> > | {
> > | AdvSendAdvert on;
> > | prefix 3ffe:0bc0:10ab:0001::/64
> > | {
> > | AdvOnLink on;
> > | AdvAutonomous on;
> > | };
[...]
> Das Prefix, das da drinsteht, ist soweit ich wei� nicht aus dem
> Freenet6-Pool sondern vom 6Bone. Das geh�rt da raus, es sei denn, Du
> hast auch einen 6Bone-Uplink und Du hast diese Adressen zugeteilt
> bekommen.
Hm, ich habe das so aus der radvd-Konfigurationsdatei rausgepult, die
mir der Freenet6-Client erstellt hat.
Ich habe mal versucht, die Logs vom tspc-client etwas leserlich aufzuarbeiten
,----
| TSPClient: ExtractPayload: 200 Success
| <tunnel action="info" type="v6v4" lifetime="604800">
| <server>
| <address type="ipv4">206.123.31.115</address>
| <address
type="ipv6">3ffe:0bc0:8000:0000:0000:0000:0000:3ebe</address>
| </server>
|
| <client>
| <address type="ipv4">217.184.141.169</address>
| <address
type="ipv6">3ffe:0bc0:8000:0000:0000:0000:0000:3ebf</address>
| <address type="ns">worst-case.tsps2.freenet6.net</address>
| <router>
| <prefix
length="48">3ffe:0bc0:10ab:0000:0000:0000:0000:0000</prefix>
| </router>
| </client>
| </tunnel>
`----
Es ist mir auch schon gelungen, von Webseiten, auf denen ein
traceroute6 angeboten wird, bis zu "narcotic" zu kommen. Von daher
gehe ich davon aus, da� das, was ich da getan habe in diesem Punkt
grunds�tzlich okay ist.
> Ich wei� nicht, welche Broker-Version Du benutzt, aber es ist
> vermutlich mal eine gute Idee, die aktuelle Version (bei mir war's
> zuletzt 2.0-RC1, als ich's ausprobiert habe) von
> http://www.hexago.com/ zu holen; der Webserver auf www.freenet6.net
> wird gerade abgerissen und ist nicht mehr immer auf dem neuesten
> Stand.
Okay, da wu�te ich nicht; andererseits habe ich den Eindruck, da�
dieser Teil schon korrekt funktioniert. Andererseits hat sich gezeigt,
da� meine Eindr�cke noch zu IPv6 inkompatibel sin ;-)
> Bei Woody gibt es dabei das Problem, da� das linux.sh-Script (in
> .../template) anschlie�end versucht, den radvd auf Dauer als User
> "radvd" laufen zu lassen, den es aber unter Woody nicht gibt.
Das habe ich vor ein paar Tagen herausgefunden; Das Resultat der
Erkenntnis nennt sich "Bug#262569" ;-)
> Entweder Du l�scht in dem Script das "-u radvd" oder Du legst einen
> User "radvd" an, legst weiter ein Verzeichnis /var/run/radvd an,
> machst ein "chown radvd /var/run/radvd" und erg�nzt in dem Script den
> radvd-Aufruf um die Option "-p /var/run/radvd/radvd.pid".
Nun, und man mu� erst ein paar Zeilen aus dem Script
auskommentieren. Ich habe das "setup.sh"-Script dazu gebracht, mir die
Konfiguration in eine Datei zu werfen, deren Inhalt habe ich in die
/etc/radvd.conf �bernommen (die habe ich ja komplett oben gepostet).
Ich habe dann alles in der setup.sh des Tunnelbrokeers auskommentiert,
was den radvd anfasst, sicherheitshalber[tm] starte ich ihn nach der
EInwahl nochmal neu. Windows-Denke, obwohl ich das seit Jahren nicht
mehr wirklich nutze.
> Au�erdem erzeugt der Broker eine eigene radvd.conf. Sinnvollerweise
> l�scht Du die in /etc (bzw. benennst sie um) damit es da keine
> Verwirrung gibt.
Okay, ich denke, diesen m�glichen Stolperstein habe ich umgangen.
[...]
> > Das, was die beiden Rechner mit der /10er Netmask von dem mit der 64er
> > Netmask ist die Kernel-Version: beide Rechner mit dem /10er sind
> > Woodys 2.4.18er, der mit der /64er Netmask ist ein 2.4.26
> > (woody-proposed updates).
>
> Eben. Laut RFC 3513, Seite 8, vierter Absatz ist /64 korrekt. Aber
> weil wir aus der Netmask keine Broadcast-Adresse mehr berechnen m�ssen
> und Link-Local-Adressen immer ein Prefix fe80::/64 haben, tut es nicht
> weiter weh, wenn da /10 steht.
>
> Trotzdem ist es gut, da� das ganze inzwischen standardkonform ist.
Also scheint sich da was zwischen Kernel 2.4.18 und 2.4.26 getan z
uhaben; ich habe zugegeberemasen die Changelogs nicht gelesen, der
26er war auf meiner neueren Laptop-Hardware einfach n�tig.
[...]
> Ohne da� ich in "ip" so fit bin, aber das w�rde ich aus dem Stand mal
> so interpretieren, da� das eine ziemlich unleserliche Darstellung
> daf�r ist, da� es noch keine Default Route gibt, was nicht wundert,
> weil sich weiter unten der dringende Verdacht ergibt, da� crystalline
> als Router konfiguriert ist. Und Router d�rfen von anderen Routern
> keine Router Advertisements annehmen.
>
> Kann es sein, da� Du da spa�eshalber mal den radvd auf crystalline
> installiert hast? Der macht in seinem Start Script eine Maschine zum
> Router und dann gibt es solche Effekte wie weiter unten.
Okay, das war ein *Volltreffer*. Ich habe das Startscript so ge�ndert,
da� er das es bei m�chsten Reboot entsprechendes bleiben l�sst.
Ich hatte lediglich "irgendwann mal festfestellt", da� sich nichts
ge�ndert hatte, als ich das Ding abgestellt hatte. Okay.
> > ,----
> > | [EMAIL PROTECTED]:~$ /sbin/ip -6 neigh
> > | [EMAIL PROTECTED]:~$
> > `----
> >
> > "crystalline" hat also keine Nachbarn?
>
> Das ist normal; da findest Du erst was, wenn Du versucht hast, dem
> Rechner ein IP-Paket zu schicken:
Gut. Das ARP von IPv6 oder wie war das noch? ...
[...]
> > ,----
> > | [EMAIL PROTECTED]:~$ telnet 3ffe:bc0:10ab:1:202:1cff:fef7:2678 25
> > | Trying 3ffe:bc0:10ab:1:202:1cff:fef7:2678...
> > | telnet: Unable to connect to remote host: No route to host
> > | [EMAIL PROTECTED]:~$
> > `----
> >
> > Hola?! Nun ist pl�tzlich die Route nicht mehr existent? Also
> > nocheinmal die Routing-Tabelle ansehen: Komischerweise hat sich die
> > nicht ge�ndert.
>
> Nochmal: Woher kommen die 6Bone-Adressen?
Wie gesagt: die glaube ich bekommen zu haben.
> Ich w�rde mal an der Stelle
> ansetzen. Es kann sein, da� das radvd-Paket bei Woody da so einen
> M�ll standardm��ig drinstehen hat.
Nein, nein, das habe ich selber so gemacht. Siehe oben.
[...]
> An diesem Punkt w�re es auch h�chste Zeit gewesen, auf crystalline
> nochmal mit "ifconfig -a" oder "ip addr show" (?) nachzusehen, ob sich
> die Interface-Konfiguration ge�ndert hat. Und ein "ps auxw | grep
> radvd" w�re auch nicht verkehrt.
Das gabe ich schonmal getan. Aber ich habe das Gef�hl, da� bei IPv6
manche Dinge beim Boot festgelegt werden, zum Beispiel habe /ich/
keine M�glichkeit gefunden, die automatische adresszuweisung zu
erzwingen. Vielleicht liegt es aber auch daran, da� ich das Konzept
noch nicht gefressen habe ...
> > Nun nocheinmal tzm Vergkeich der Rechner "narcotic"
> >
> > ,----
> > | [EMAIL PROTECTED]:~$ /sbin/ip -6 route show
> > | 3ffe:bc0:10ab:1::/64 dev eth0 proto kernel metric 256 expires 2591981sec mtu
> > 1500 advmss 1440
> > | fe80::/10 dev eth0 proto kernel metric 256 mtu 1500 advmss 1440
> > | ff00::/8 dev eth0 proto kernel metric 256 mtu 1500 advmss 1440
> > | default via fe80::201:2ff:fe26:f7a7 dev eth0 proto kernel metric 1024 expires
> > 1781sec mtu 1500 advmss 1440
> > ^^^^^^^
> > | unreachable default dev lo metric -1 error -101
> > | [EMAIL PROTECTED]:~$
> > `----
> >
> > Hier ist aus irgendeinem Grund eine default route extra. Wie mag die dorthiin
> > kommen?
>
> IPv6 hat nicht *eine* Default Route, sondern beliebig viele. Die �ber
> ...:f7a7 (toxic) stammt mit ziemlicher Sicherheit von einem Router per
> RA,
Ja, das ist m�glicherweise da, was der radvd von toxic meldet. w�re ja
nach meinem Verst�ndnis sinnvoll.
[...]
> Was st�rt Dich daran? Crystalline l�uft, wenn ich die Ausgabe richtig
> interpretiere, als Router, toxic auch.
Aha. Ja. in der Tat. Da werde ich zuerst anseztzen. Vielleicht erkl�rt
das schon alles.
Ich habe nocheinmal mit ethereal herumgespielt. In der Phase, wo
"connection refused" in "no route to host" umgeschlaen ist, begann
hier ein wildes Senden von neighbour solicitations und mehr.
Wenn mein Problem nach dem n�chsten Reboot von crystalline noch
besteht, liefere ich da nocheinmal Details.
[...]
> \begin{schleichwerbung}
> PS: Auch auf die Gefahr hin, da� es jetzt Beschwerden wegen
> Schleichwerbung hagelt: Beim Linux-Kongress halte ich mal
> wieder ein Tutorial f�r IPv6-Einsteiger. Da gehen wir genau die
> Themen an, mit denen Du Dich gerade rumqu�lst.
> \end{schleichwerbung}
Klingt gut. Ich habe nur die bef�rchtung, da0 der Kongre� gerade
wieder da stattfindet wo ich nicht bin (oder zeitlich nicht sein
kann).
Nocheinmal genz herzlichen Dank soweit. Nachdem ich wirklich keine
Idee mehr hatte, wo ich auch nur suchen k�nnte, keimt nun ein
Hoffnungsschimmer.
Gru�,
Sebastian
--
_______________________________________________
ipv6 mailing list
[EMAIL PROTECTED]
http://listserv.uni-muenster.de/mailman/listinfo/ipv6