Moin zum dritten,
Gert Doering <[EMAIL PROTECTED]> writes:
> Ich seh' das, aber frage mich intensiv, "warum muss es da mobile IP sein?".
>
> Viele der Anforderungen von MIP6 ("Erreichbarkeit unter einer bekannten
> 'Nummer'") kann man ueber geeignete Verzeichnisdienste loesen, gerade
> VoIP und SIP machen das ganz prima.
dann mu�t Du es aber in der Anwendung jedesmal neu implementieren.
Wenn das ganze im IP-Layer abgewickelt wird, ist es einer Anwendung
egal.
Da lohnt es sich am Ende eventuell doch, das ganze einmal richtig zu
erschlagen und dann das Thema abzuhaken.
Und mal ganz ehrlich: Mindestens vom Ansatz her ist Mobile IP nicht so
komplex, da� es unm�glich zu implementieren ist. Viel mehr Sorgen
macht mir dabei, da� ich mir damit im Hinblick auf Sicherheit jede Menge
neue Probleme^WNun^Wsein^Wsie^Wnicht^Wso^Wnegativ^WHerausforderungen
einhandel.
Eine Anwendung mu� normalerweise von der API her nichts von dem
Mobile-Support mitbekommen. Mal eben alle Standardprotokolle auf
einen Schlag Mobile-tauglich zu machen, hat schon seinen Reiz.
> Knifflig ist die Anforderung "bestehende Session muss ein renumbering
> des Aufpunkts ueberstehen" - bei Telefonie ist das ggf. durch L2-Mobility
> loesbar (bis zum Auflegen, danach gibt's eine neue Adresse), fuer
> TCP-Anwendungen waere SCTP ein Schritt in eine m.E. viel interessantere
> Richtung.
SCTP habe ich mir noch nicht genauer angesehen. Wie weit mu� ich da
noch in der jeweiligen Anwendung eingreifen?
> Autos im Sinn von "network mobility", finde ich durchaus spannend.
> Die Visionen der Autoindustrie "jedes Auto kriegt bei Produktion eine
> eindeutige globale IPv6-Adresse eingebrannt" zeigen Unverstaendnis.
Nun la� die erstmal ganz langsam anfangen:-) Im Oktober werde ich da
voraussichtlich einem kleinen Zulieferer eines gro�en Herstellers
etwas Nachhilfe in Sachen IPv6 zukommen lassen.
Gerade bei den Autos ist der CAN-Bus intern etabliert und funktioniert
einigerma�en. Ich m�chte gerne vermeiden, da� IPv6 nur deshalb in die
Negativ-Schlagzeilen ger�t, weil ein Airbag ohne ersichtlichen Grund
losgeht und damit einen Massenunfall verursacht.
Mittel- bis langfristig, also in den n�chsten 5-20 Jahren, sieht das
nat�rlich schon anders aus.
> Den fragwuerdigen Vorteilen muss man den *immensen* Protokollaufwand
> gegenueberstellen - und dann wird es um so fraglicher, ob das die
> richtige Richtung ist... - aber das muss ich zum Glueck nicht
> entscheiden.
Was ist an dem Protokollaufwand so immens? Es werden eine Reihe
Sachen wiederbenutzt, von der Encapsulation �ber IPsec (hatten wir ja
schon) bis zur API. Und vom grunds�tzlichen Aufbau ist es nicht so
unendlich komplex.
Ich sage nicht, da� das ganze trivial ist, aber so wild ist es nun
auch wieder nicht.
>>> [Network Mobility]
>> Hmm, nur wenn die sich so oft bewegen, da� es den zus�tzlichen
>> Overhead rechtfertigt---wobei es auch dazu mehr als genug interessante
>> Szenarien gibt.
>
> Zuege bewegen sich normalerweise ausnehmend viel :-) - und die Anwendung
> "in einen ICE einsteigen, mit WLAN an den Bord-Router ankoppeln und dann
> normales Internet haben" finde ich ausnehmend interessant.
Zum Beispiel.
Aber auch da k�nnte man so argumentieren: Es gibt einen NAT-Router,
der das alles auf eine einzelne Adresse umbiegt und dann tut's auch
normales Mobile IP---sogar ohne v6.
Nein, das war jetzt *nicht* ernst gemeint.
Ich denke, beide Ans�tze haben ihre Reize und ihre Berechtigung.
Viele Gr��e,
Benedikt
--
Benedikt Stockebrand, Dipl.-Inform. Freelance IT System Architect
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Performance and High Availability Tuning, Large Scale Systems Design
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