Moin allerseits,
Alwin Meschede <[EMAIL PROTECTED]> writes:
> Im Rahmen einer "Qualit�tsoffensive" suchen wir nach Leuten, die sich
> in einer Art "Peer Review" unsere Artikel ansehen und Kritik
> �u�ern. Vielleicht mag sich ja jemand den Artikel durchlesen und mir
> dann entweder schreiben, was ihm an B�cken, Unsch�nheiten
> usw. aufgefallen ist, oder er arbeitet die gew�nschten �nderungen
> gleich in den Wiki-Artikel ein.
nun gut, Du hast danach gefragt...
"Warum ein neues Internet-Protokoll?", unten:
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- In der Aufz�hlung der neuen Features fehlt hier Mobile IP.
"Arten von IPv6-Adressen"
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- Der 6Bone wird eingestellt.
- Bei den Multicast-Adressen: Das "x" ist entweder "0" f�r permanente
Multicast-Groups oder "1" f�r transiente ("tempor�re")
Multicast-Groups.
"Mobile IP"
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- Bist Du sicher, da� das mit "ICMP Redirects" funktioniert? Ich habe
mir die Spezifikation noch nicht im Detail angesehen, habe da aber
etwas anderes in Erinnerung.
"Effizienzsteigerungen und neues Header-Format"
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- "...gibt es keine Paketfragmentierung mehr...": Das stimmt nicht,
nur fragmentieren die Router nicht, sondern schicken ein
entsprechendes ICMP-Paket an den Absender zur�ck. Der fragmentiert
dann sehr wohl.
- "Der fr�here Broadcast wird nun konsequent �ber Multicast
implementiert: ARP wurde beispielsweise durch das neue Verfahren
"Neighbor Solicitation" ersetzt": Das eine hat mit dem anderen
nichts zu tun---ARP ist ein Ethernet-Protokoll, wo sich in Bezug auf
Multicasts und Broadcasts nichts ge�ndert hat, Neighbor Discovery
ist ein IPv6-Protokoll, das unabh�ngig vom Link Layer die gleiche
Funktionalit�t zur Verf�gung stellt.
- Die EUI64-Thematik ist inzwischen meiner Meinung nach nicht mehr
sonderlich relevant; das ist alles schon zu lange her, als da� es
heute noch eine Rolle spielen sollte.
"IPv6 und DNS"
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- Ich w�rde da in der �berschrift auch gleich DHCPv6 aufnehmen.
- Es gibt eine abgespeckte DHCPv6-Variante "Stateless DHCPv6", die
zwar keine Adressen mehr zuteilt, �ber die man aber den n�chsten
Name Server etc. finden kann.
- "was die Autokonfiguration fast wieder wertlos macht": Das ist
falsch. Wenn ich einen global erreichbaren Name Server auf meinem
Client einrichte, funktioniert das nat�rlich auch, wenn sich meine
Adresse dank Autoconfiguration �ndert.
- Die Privacy Extensions sind normalerweise f�r das DNS eher
uninteressant, weil sie normalerweise nicht dazu benutzt werden, die
entsprechende Maschine anzusprechen---dazu benutzt man die
gleichzeitig auch erhaltene feste Adresse. (Das Debugging wird
unter Umst�nden trotzdem leichter, wenn die Adresse wenigstens in
der entsprechenden Reverse Map auf einem DNS zur Verf�gung stellt,
auf den der Zugriff entsprechend beschr�nkt ist).
"Die Praxis: Das IPv6-Deployment"
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- "bisweilen unbefriedigende Bastel-L�sungen mit Tunneling": Das ist
zwar tats�chlich manchmal unbefriedigend, aber "Bastel-L�sung" ist
denn doch nicht ganz richtig. Ein gr��eres Problem ist hier meiner
Meinung nach, da� es eine etwas un�bersichtliche Auswahl an
Tunnel-Protokollen existiert, die aber nicht alle �berall
implementiert sind.
- "AYIYA" sagt mir gar nichts. Aber vielleicht solltest Du hier der
Vollst�ndigkeit halber noch ISATAP erw�hnen.
Ansonsten fehlt mir noch eine grundlegende Sache, und zwar zur
Interoperabilit�t von IPv4 und IPv6. Erfahrungsgem�� haben viele
Einsteiger die falsche Vorstellung, da� man IPv4 und IPv6 nicht gut
nebeneinander betreiben kann. Tats�chlich laufen beide auf dem
gleichen Link Layer parallel zueinander, ohne sich ins Gehege zu
kommen. In der IETF ist wohl durchgehend darauf geachtet worden, da�
ein Parallelbetrieb und eine allm�hliche Migration ohne harte Schnitte
immer m�glich ist.
Mit den Tunnel-Mechanismen, den Erweiterungen in der Socket-API und
der zunehmenden Unterst�tzung in Hochsprachen (Java sehe ich mir
gerade an) ist die Unterst�tzung von IPv6 in Anwendungen
vergleichsweise unproblematisch.
Ansonsten hat mir der Artikel gut gefallen (sonst h�tte ich
schlie�lich die Kommentare hier nicht zusammengeschrieben). Sch�n,
da� da mal zur Abwechslung nicht die �blichen Spekulationen und
Halbwahrheiten drinstehen, wo man sonst immer �berlegen mu�, ob das
eher Inkompetenz oder Absicht ist.
Viele Gr��e,
Benedikt
--
Benedikt Stockebrand, Dipl.-Inform. Freelance IT System Architect
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