Am 08.03.2010 13:33, Peter Allgeyer schrieb: > Die Desktop Variante auf jeden Fall. Der Server ist IMHO nur eine > angepasste Desktop-Version. Ubuntu hat da u.a. einiges an den > Startup-Skripten gedreht (Upstart), das klassische System-V-Init ist > dort nicht mehr. Ausserdem ist HAL komplett rausgeschmissen worden (in > 10.04). Vorsicht auch bei den Dateisystemen: Ubuntu installiert > mittlerweile standardmässig ext4. Solltest bei Ubuntu unbedingt den > textbasierten Installer der Alternate-Install-CD verwenden. Bootmanager > ist jetzt grub2 (also auch hier ist neu Einlesen gefragt). Der Rest ist > für deinen Einsatzzweck eher nicht relevant.
Auch die Sache mit sudo ist IIRC suboptimal. Standardmäßig steckt der erste Benutzer in der admin-Gruppe und kann ohne Root-Kennwort admin-Rechte erlangen. Das ist eine Baustelle, der man nach der Installation nachgehen sollte. > Grundsätzlich: > Debian: Etwa alle 2 Jahre eine neue Distri, Support der alten läuft ein > Jahr nach Erscheinen der neuen aus. Sollte ich da falsch liegen, bitte > korrigieren. Bei Erscheinen stabile, aber nicht unbedingt die neuesten > Softwarepakete. Security-Support gibt es ein Jahr lang. Viel Aufmerksamkeit bekommen die oldstable-Pakete dennoch nicht mehr abseits von Sicherheits-Patches. Alles immer im Ermessen der Maintainer. Hier ist ein guter Draht zur Community sehr hilfreich. > Virtualisierung: > Breites Thema, kommt drauf an, was du einsetzen möchtest. NTP geht bei > VMware ESX, unter VMware Server kannst du das vergessen (aber VMware > Server sollte eh dank dem kostenlosen ESXi keine Rolle spielen). Wenn es > XEN werden soll, liefert Debian auch dafür geeignete Kernel mit. > Gleiches gilt für VirtualBox. Die VMware Tools für Linux sind nicht nur > für Grafik, sondern eben auch für die Speicherverwaltung und (wichtig!) > bringen verbesserte Netzwerktreiber mit. In meinen Augen ist Xen immer noch eine Katastrophe (jedenfalls die Opensource Variante). Nur patches für 2.6.18 als Hypversior. Es gibt zwar von Suse neuere gepflegte Patches, welche Debian/Ubuntu übernommen hat für 2.6.26 usw., einsetzen würde ich das aber nicht produktiv, wenn man einen neueren Kernel braucht. Hier ist eigentlich KVM/Qemu näher an der Linux-Entwicklung. Es gibt von Redhat auch eine nette Oberfläche für die Verwaltung (virt-manager). Hier ist Debian direkt an der Entwicklung beteiligt. Stefan -- Stefan Bauer ----------------------------------------- PGP: E80A 50D5 2D46 341C A887 F05D 5C81 5858 DCEF 8C34 -------- plzk.de - Linux - because it works ---------- _______________________________________________ lug-ts mailing list [email protected] http://www.lug-ts.de/mailman/listinfo/lug-ts
