Hallo allerseits,

Sebastian Werk schrieb am 17.03.2009 11:55 Uhr:
ich bin da wohl etwas missverstanden worden, bei mir hat das schon problemlos 
funktioniert, das sollte nur eine Anregung sein, für Leute die gerade erst mit 
Beamer anfangen, damit nicht ein Großteil der Zeit zur Erstellung eines 
funktionsfähigen Headers drauf geht.

Ein guter Punkt, ich habe das Beispiel deshalb erstmal ins SVN mitaufgenommen. Wir müssen die LaTeX-Seite im Wiki sowieso noch komplett überarbeiten bzw. ausbauen.

Nun haben sich aber doch ein paar Fragen ergeben:

Nur raus damit :-).

Wenn ich das richtig sehe, sollte bei Xe(La)TeX Babel mittelfristig durch 
polygossia ersetzt werden:
\usepackage{polyglossia}
\setdefaultlanguage[spelling=new, latesthyphen=true]{german}
Ah, das ist interessant. Scheint mir eine sehr vernünftige Lösung zu sein, muss 
mal bei Gelegenheit ausprobieren, wie weit texlive unter Ubuntu da ist.

Das Paket ist wie gesagt noch ziemlich neu, hört sich aber recht vielversprechend an und ist inzwischen bei MikTeX mit dabei. Um einmal aus der Dokumentation zu zitieren:

Generally speaking, polyglossia aims to remain as compatible as possible with the fundamental features of babel while being cleaner, light-weight, and modern.

Außerdem gibt es ein paar nette Features, so kann man die Schrift von der Sprache abhängig machen (um bspw. die Gentium für griechischen Text zu nutzen). Aber zu Deinen konkreten Fragen:

Wozu dient der Parameter latesthyphen hier eigentlich (spelling=new ist neue 
dt. Rechtschreibung vermute ich) ?

Mit der Rechtschreibung hast Du Recht, es gibt auch noch spelling=new für die neue Rechtschreibung. Wobei »new« die Standardeinstellung ist – ich habe das nur mit aufgenommen um die Unterschiede zu Babel bei der konkreten Benutzung klar zu machen.

Die Option latesthyphen sorgt dafür, dass LaTeX für die Silbentrennung nicht die veralteten und verschollenen Trennmuster für die deutsche Sprache benutzt (was aus Kompatibilitätsgründen die Standardeinstellung ist), sondern die besseren, von Grund auf neu erstellten und freien Trennmuster:

http://groups.google.de/group/trennmuster-opensource trennmuster.org

Lies’ insbesondere einmal die beiden PDF-Dateien weiter unten auf der Seite an (über das Projekt/das LaTeX-Paket), das gibt einen guten Überblick über die Vorteile.¹

Ein äquivalenter Befehl bei Nutzung von PdfLaTeX ist \RequirePackage[ngerman=ngerman-x-latest]{hyphsubst} oder auch \usepackage[ngerman=ngerman-x-latest]{hyphsubst}.

Aber nochmal zurück zu polyglossia: Es gibt auch noch die Option babelshorthands (ermöglicht die diversen deutschen Spezialtrennungen wie "ck, "ff, "|, "-, "", "~), das scheint aber noch nicht so ganz zu klappen. Ich habe da aber schon einen Fehlerbericht eingereicht.

\usepackage{xltxtra} % lädt auch fixltx2e, etex, fontspec, xunicode …

Das ist gut, ich hatte die Zeilen zur Schriftart einfach unverändert aus der 
Libertine-Anleitung übernommen.

Danke für den Hinweis, habe ich korrigiert.

\setmainfont{Linux Libertine}
\setmainfont[Mapping=tex−text]{Linux Libertine}%
\setromanfont[Mapping=tex−text]{Linux Libertine}%
\setsansfont[Mapping=tex−text]{Calibri}%

Hierzu hätte ich noch eine Frage: Ich würde gerne OpenType verwenden. Kann ich 
die Zeilen da so verwenden oder muss (wie in meinem Beispiel) 
\setmainfont[Mapping=tex−text]{Linux Libertine O} dastehen?

Ganz genau :-). Entschuldige bitte meine Anpassung, ich hatte ein bisschen mit Deinem Beispiel herumgespielt.


Viele Grüße,
Dennis-ſ


¹ Theoretisch sollte man diese Trennmuster auch dafür einsetzen können, um einen beliebigen deuschen Text in korrekte Frakturschreibweise zu konvertieren … nur so ein verrückter Gedanke von mir :-).

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