Das Rote Kreuz hilft im Kongo Kindern bei der Suche nach ihren Eltern

 

Wien/Kinshasa (Rotes Kreuz) - Trotz Abflauen der Kampfhandlungen in den 
vergangenen Tagen bleibt die humanitäre Situation in der kongolesischen Provinz 
Nord-Kivu angespannt. Tausende Flüchtlinge warten in Camps darauf, dass sich 
die Lage stabilisiert. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) 
versorgte bislang mehr als 70.000 Menschen in Lagern westlich von Goma mit 
Nahrung. In Kibati, nordöstlich von Goma, werden täglich 80.000 Liter 
Trinkwasser verteilt.

 

In enger Zusammenarbeit mit dem Kongolesischen Roten Kreuz konzentriert sich 
das IKRK jetzt auf die Wiedervereinigung von Familienmitgliedern, die auf der 
Flucht voneinander getrennt wurden. "Im Chaos der Kampfhandlungen und der 
panikartigen Flucht, haben viele Eltern ihre Kinder aus den Augen verloren", 
sagt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär des Österreichischen Roten Kreuzes. 
"Bislang konnten 134 Kinder, die ihre Eltern verloren haben, registriert 
werden." Es wird allerdings befürchtet, dass weit mehr Mädchen und Buben von 
ihren Eltern getrennt wurden. Die Intensivierung des Rotkreuz-Suchdienstes 
trägt Früchte. Allein in dieser Woche konnten 15 Kinder mit ihren Eltern 
zusammengebracht werden.

 

Die jüngste Initiative des IKRK wird von regionalen und lokalen Medien 
unterstützt. Nach der Registrierung von unbegleiteten Kindern werden ihre Namen 
und weitere Details dreimal täglich auf vier verschiedenen Radiostationen 
durchgesagt. Zusätzlich dazu hängen Mitarbeiter des IKRK Fotos der Kinder in 
Flüchtlingslagern, Kirchen und Schulen auf.

 

 

Rückfragehinweis:

Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00- 151
Mobil: +43 664 823 48 02
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