Wissenschaftler der Australian National University in Canberra haben eine Entdeckung gemacht, die eine effektivere Behandlung von Malaria ermöglichen könnte. Bei ihren Untersuchungen fanden sie heraus, wie sich der Malariaerreger der Wirksamkeit des Medikaments Chloroquin entzieht.

Bis in die 1990er Jahre galt Chloroquin als das effektivste Malaria-Medikament. Es war preiswert, wirksam und sicher. In den letzten zwei Jahrzehnten hat jedoch die Verbreitung von Malariastämmen stark zugenommen, die gegen das einstige Wundermedikament resistent waren.

Chloroquin verhindert, dass der Malariaerreger das für ihn gifte Eisen in unseren roten Blutzellen in ein harmloses Kristall umwandeln kann. Der Erreger wird gewissermaßen vergiftet, indem dessen Verdauungsprozess angegriffen wird. Vor knapp zehn Jahren konnten Wissenschaftler zwar feststellen, dass die resistenten Stämme ein mutiertes Protein besitzen, aber es konnte nie geklärt werden, wie dieses Protein dem Parasiten hilft, sich der Wirksamkeit von Chloroquin zu entziehen.

Den australischen Wissenschaftlern ist nun genau das gelungen. Hierzu isolierten sie das Protein in der relativ trägen Umgebung eines unbefruchteten Froscheis. Die Forscher führten dann Chloroquin in das Ei ein, um zu sehen wie der Parasit reagiert. Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass das mutierte Protein das Chloroquin wirkungslos macht, indem es dafür sorgt, dass das Medikament aus seinem eigentlichen Wirkungsbereich - dem internen Verdauungsbereich des Parasiten - verdrängt wird.

Mit den neuen Erkenntnissen zur Wirkungsweise des Proteins können sich Wissenschaftler nun auf die Entwicklung neuer Chloroquin-Formen konzentrieren, die auch bei resistenten Malaria-Stämmen wirksam sind. Damit könnte die Grundlage für eine Renaissance wirksamer Malaria-Medikamente auf Chinolinbasis geschaffen werden.


Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: [email protected]
Tel.: 030-20 96 29 593

Bei Veröffentlichung der Pressemitteilung bitten wir um eine Quellenangabe sowie die Zusendung eines Belegexemplars.



Als zentrales Studentensekretariat aller australischen und neuseeländischen Hochschulen ist das Institut Ranke-Heinemann zuständig für die Beratung, Bewerbung/Einschreibung und Betreuung deutscher, österreichischer und schweizerischer Studierender. Die Kosten für diese Serviceleistungen werden durch die Studiengebühren abgedeckt, die der Studierende an die australische oder neuseeländische Institution entrichtet. D.h., dass darin ein fester Betrag für die Betreuung enthalten ist. Dafür gewährleisten wir ein umfangreiches Servicepaket der Vor- und Nachbetreuung. Bei direkter Bewerbung an einer Hochschule wird auf die Leistungen unseres Institutes verzichtet - und somit auf ein umfassendes Produkt, für das bereits mit den Studiengebühren bezahlt wurde.


_______________________________________________
Pressemeldungen mailing list
[email protected]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen

Antwort per Email an