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Redaktion: Kathrin Klinkusch, Britta Hennigs, Annika Natus
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P R E S S E D I E N S T  ---- Nr. 133/09 ---- 25. November 2009
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Umwelt/Agrar
NABU: Hilfen für Milchbauern an ökologische Kriterien koppeln 
Tschimpke: Zukunftsförderung statt überholtes Gießkannen-Prinzip

Berlin - Der NABU hat Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner
aufgefordert, die geplanten Hilfen in Höhe von 500 Millionen Euro für
Milchbauern an ökologische Kriterien zu koppeln statt wie in den
vergangenen Jahren Massenbetriebe mit Steuergeldern zu subventionieren.
Leider sei der jetzt vorliegende Entwurf des
Bundeslandwirtschaftsministeriums enttäuschend. 

„Nach dem Prinzip Gießkanne sollen Landwirte und Milchbauern allgemein
gefördert werden. Und je größer ein Betrieb und je mehr er zum
Milchüberschuss beiträgt, desto mehr Geld bekommt er“, kritisierte
NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Ferner seien im Hilfsprogramm der
Bundesregierung für Milchbauern Maßnahmen zur Investitionsförderung, zur
Stärkung der Exportförderung und zur Verbesserung der Molkereistrukturen
vorgesehen. „Es werden genau die Strukturen gefördert, die die Probleme
am Milchmarkt verursacht haben: die großen, durchrationalisierten
Milchviehbetriebe, die Überschussproduktion und die großen,
preisdrückenden Molkereien“, so Tschimpke weiter.

Nach Ansicht des NABU wäre es dringend notwendig, mit dem zweijährigen
Hilfsprogramm für Milchbauern die Missstände anzugehen, die zu der
Milchkrise geführt haben. Dies sind die hohen Milchleistungen, die mit
dem immer intensiver bewirtschafteten Grünland und den Maisäckern
produziert werden. Das geplante Programm müsste daher an klare Vorgaben
zur Marktentlastung gekoppelt werden, damit die Milchpreise
längerfristig wieder steigen könnten. Hierzu gehöre insbesondere die
Unterstützung einer extensiven Nutzung auf einem Teil der Grünlandfläche
eines Betriebs. Hierdurch kann der Milchmarkt entlastet werden und
gleichzeitig können so positive Effekte für den Wasser- und Klimaschutz
sowie für die biologische Vielfalt erreicht werden. 

„Eine Zementierung der bestehenden Strukturen nützt weder den
bäuerlichen Milchviehbetrieben noch der Umwelt oder dem
Steuerzahler“, fasste der NABU-Präsident die zu erwartenden
Wirkungen des Programms zusammen. Das sei kein gutes Startsignal für die
neue Bundesregierung.

Für Rückfragen: 
Dr. Rainer Oppermann, Agrarexperte für den NABU, Tel. 0621-3288790

Im Internet zu finden unter www.NABU.de 



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