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Redaktion: Kathrin Klinkusch, Britta Hennigs, Annika Natus
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P R E S S E D I E N S T  ----  21.4.2010 
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Umwelt/Energiepolitik
NABU zur künftigen Vergütung für Solarstrom
Miller: Photovoltaik bleibt im künftigen Mix erneuerbarer Energien
unverzichtbar

Berlin - Anlässlich der öffentlichen Anhörung zur Solarförderung heute
im Umweltausschuss des Deutschen Bundestags erklärt
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: 

„Es ist richtig, dass die Vergütungssätze für Solarstrom im
Erneuerbare-Energien-Gesetz kurzfristig und mit Augenmaß den gesunkenen
Herstellungskosten angepasst werden, damit die Stromkunden nicht unnötig
belastet werden. Aber wenn wir noch länger über einen Prozentpunkt mehr
oder weniger Solarförderung streiten und keine verlässliche Perspektive
auch für kleinere Solarparks auf Freiflächen schaffen, werden wir in
diesem Jahr - noch bevor die Gesetzesänderung in Kraft tritt - einen
sehr teuren und noch nie da gewesenen Zubau an Photovoltaikanlagen
erleben. Statt den deutschen Markt erst auf 180 zu jagen und danach
zusammenbrechen zu lassen, sollten wir möglichst schnell zu einer für
Verbraucher und Solarwirtschaft kalkulierbaren Förderung von Solarstrom
zurückkehren.“

Aus NABU-Sicht bleibt die Photovoltaik im künftigen Mix erneuerbarer
Energien in Deutschland unverzichtbar. Die Bundesregierung müsse jetzt
die Weichen richtig stellen, damit sich die Förderung der heimischen
Solarwirtschaft auszahlt, wenn innerhalb weniger Jahre Strom aus
Photovoltaikanlagen und regenerativen Kombikraftwerken im Vergleich zu
konventionellen Energietechnologien konkurrenz- und wettbewerbsfähig
geworden ist. Um den Flächenverbrauch durch Solarparks zu begrenzen,
sollten die Vergütungssätze künftig nach installierter Leistung
gestaffelt und über die Regionalplanung Kriterien für die Standortwahl
vorgegeben werden. Damit lässt sich die Entwicklung von
Freiflächenanlagen auf bereits versiegelte, anderweitig vorbelastete
und naturschutzfachlich unbedenkliche Standorte lenken, ohne dass
Ackerflächen pauschal von der Förderung ausgeschlossen werden müssen.

Für Rückfragen:
Carsten Wachholz, NABU-Energieexperte, mobil 0172-4179727. 

Im Internet zu finden unter www.NABU.de 






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