Österreichisches Rotes Kreuz wird Mitglied der Armutskonferenz Präsident Mayer: "Vorteile des Sozialstaates brauchen bessere Öffentlichkeitsarbeit."
Wien (Rotes Kreuz) - Das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) ist heute Mitglied der Armutskonferenz geworden. "Das Rote Kreuz hat Menschen in Not mit Geld- und Sachleistungen schon immer geholfen, und das wird auch weiterhin nötig sein", sagt ÖRK-Präsident Fredy Mayer. "Armut ist aber nicht nur ein Mangel an Geld und Gütern. Es geht immer auch um Möglichkeiten und Fähigkeiten, diese Güter in Freiheiten, Verwirklichungschancen und gesellschaftliche Teilhabe umzuwandeln." Durch den Beitritt zur Armutskonferenz möchte das ÖRK sein umfangreiches Angebot in der Akuthilfe ergänzen. "Als größte humanitäre Organisation Österreichs müssen wir künftig auch die Rahmenbedingungen stärker mitgestalten, um Armut zu lindern und zu verhindern", sagt Präsident Fredy Mayer. Aufgabe des ÖRK sei es nicht nur, Symptome zu lindern, sondern auch, die Ursachen von Nöten zu bekämpfen. "Das geht nur durch stärkeres gesellschaftspolitisches Engagement", so der Rotkreuz-Präsident. "Die Menschen in diesem Land wissen zu wenig über die Idee der solidarischen Versicherung der Lebensrisiken, darunter Armut, und welche gigantischen Vorteile diese Idee hat", so Mayer weiter. Der Sozialstaat brauche deshalb "bessere Öffentlichkeitsarbeit". Die Armutskonferenz, in der bereits 34 Organisationen zusammenarbeiten, ist für Fredy Mayer für diesen Zweck "das optimale Netzwerk, dazu möchten wir beitragen." Die Armutskonferenz ist seit fünfzehn Jahren als Lobby für jene, die keine Lobby haben, aktiv. Sie engagiert sich, um Hintergründe und Ursachen, Daten und Fakten, Strategien und Maßnahmen zu und gegen Armut und sozialer Ausgrenzung in Österreich zu thematisieren und eine Verbesserung der Lebenssituation Betroffener zu erreichen. Die in der Armutskonferenz vereinten sozialen Organisationen betreuen und unterstützen über 500.000 Hilfesuchende im Jahr. Rückfragehinweis: Mag. Petra Griessner Österreichisches Rotes Kreuz Presse- und Medienservice Tel.: +43 1 589 00-357 Mobil: +43 664 823 48 87 E-Mail: [email protected]<mailto:[email protected]> www.roteskreuz.at
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