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Posted on: Monday, September 02, 2013 8:20 AM
Author: greenpeace-magazin.de: Tagesthemen
Subject: Forscher warnen vor schleichendem Verlust an fruchtbaren Böden 

Rostock (dpa) - Wissenschaftler warnen vor dem schleichenden Verlust an 
fruchtbaren Böden. «Jedes Jahr gehen in Deutschland rund 35 000 Hektar 
fruchtbares Ackerland verloren», sagte der Rostocker Bodenwissenschaftler Peter 
Leinweber der Nachrichtenagentur dpa anlässlich einer Fachtagung in der 
kommenden Woche in Rostock.

Die Anforderung, die die Menschen an die Versorgung mit Nahrung und Energie 
haben, verlangten einen wesentlich sorgsameren Umgang mit den Böden. Eine 
Forderung auf der Tagung werde daher sein, versiegelte Flächen wie alte 
Stallanlagen oder nicht mehr gebrauchte Wirtschaftsflächen in den natürlichen 
Zustand zurückzuführen.

Neben den schon lange bekannten Problemen wie Versiegelung und Erosion spiele 
auch der Klimawandel eine gewichtige Rolle. «Durch die Erwärmung verlieren die 
Böden an Humus», sagte Leinweber. Wegen der wärmeren Winter mit längeren 
frostfreien Perioden gebe es längere Zeiten, an denen der Humus durch 
Mikroorganismen abgebaut wird. «Dagegen können wir kaum etwas machen, selbst 
bei Dauerversuchen mit optimaler Düngung stellen wir fest, dass die 
Humusgehalte sinken.»

Mit dem Humusabbau sinke gleichzeitig der Gehalt an organisch gebundenem 
Kohlenstoff - und aus diesem Kohlenstoff werde das klimawirksame CO2. «Die 
Erwärmung beschleunigt Prozesse, die wiederum die Erwärmung beschleunigen - das 
macht uns große Sorgen.»

Der Aufwand, den die Landwirte künftig betreiben müssten, um das Ertragsniveau 
zu halten oder zu steigern, werde deutlich größer, so der Experte. Schon heute 
sei das Vorgehen der Intensivlandwirtschaft mit viel zu monotonen Fruchtfolgen 
eher bodenzerstörend. «Die Böden werden uns die Grenzen des Wachstums vor Augen 
führen.» 




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