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N A B U - P R E S S E D I E N S T  -------- 10.12.2013 
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Umwelt/Wettbewerb
Gewinner des Kreativwettbewerbes „Die letzten 300“ ausgezeichnet
Ostseeschweinswal muss besser geschützt werden
 
Berlin/München – Die Umweltverbände NABU, WDC, OceanCare und das
UN-Kleinwalschutzabkommen ASCOBANS haben am heutigen Dienstag die
Gewinnerdes gemeinsamen Kreativwettbewerbs „Die letzten 300“ prämiert. 
Die 15-Jährige Laura Stattkus aus Niedersachsen hat die Jury aus
Verbandsvertretern und dem Schirmherren des Wettbewerbs, dem
Schauspieler und Umweltaktivisten Hannes Jaenicke, mit ihrem
Stop-Motion-Film „Hallo kleiner Wal“ überzeugt. Sie erhält den
Hauptgewinn: ein Preisgeld von 500 Euro und eine Reise auf die Insel
Fehmarn. Die Gewinnerin wurde aus fast 100 Beiträgen ausgewählt. Ziel
des Wettbewerbs war es, auf die prekäre Situation des vom Aussterben
bedrohten Ostseeschweinswals aufmerksam zu machen. „Das Video von Laura
Stattkus ist sehr liebevoll inszeniert. Sie hat ihre Geschichte
eindringlich erzählt und mit wenigen Mitteln eine starke und emotionale
Botschaft geschaffen. Das Wichtigste ist jedoch, dass sich hier ein
junger Mensch viele Gedanken gemacht hat. Wenn die Schweinswale bei uns
eine Zukunft haben, dann auch durch Menschen wie sie“ , begründeten die
Juroren ihre Entscheidung.
„Dieser Wettbewerb beweist, wieviele Menschen sich hierzulande mit
„IHREM“ Wal identifizieren und sich für Meeresschutz engagieren. Nur
so schaffen wir es, dass Politiker endlich aktiv werden und etwas
unternehmen gegen Unterwasserlärm, Überfischung, ungewollten Beifang und
Lebensraumzerstörung. Denn nur dann hat unser einziger heimischer Wal
eine Überlebenschance“, erklärt Hannes Jaenicke.
Worte, die wachrütteln, Stimmen voller Gefühl, Bilder, die wütend
machen und Filme, die berühren: Die Beiträge haben einen bleibenden
Eindruck bei der Jury hinterlassen und zeigen über Videos,
Musikkompositionen, Gemälde und Grafiken, wie wichtig die letzten
verbliebenen Schweinswale der Ostsee sind. Im Online-Voting wurden in
den vergangen Wochen durch über 6.000 eingegangene Bewertungen die zehn
Finalisten des Wettbewerbes ermittelt. Anfang Dezember tagte die Jury
und entschied über die drei Gewinnerbeiträge.
Mit dem zweiten Platz wurde das Info-Plakat „SOS - 6.309.573 laufende
Presslufthämmer“ zum Thema Unterwasserlärm von Julia Ettlich
(Sachsen-Anhalt) ausgezeichnet. 
Den dritten Platz belegte das Plakat „Countdown“ von Jacqueline
Rotschies (Bremen) zur prekären Lage des Schweinswales und der
Notwendigkeit seines Schutzes. 
Die Gewinnereinsendungen sollen im Frühjahr 2014 der Bundesregierung
präsentiert werden mit dem Appell, sich aktiv für den umfassenden
Schutz der Schweinswale einzusetzen. Der unbeabsichtigte  Beifang in
Fischernetzen, Unterwasserlärm und der zunehmende Lebensraumverlust
verhindern heute, dass sich die Population von Deutschlands einzigem
heimischen Wal in der zentralen Ostsee erholen kann 
Die Gewinner und sämtliche Einsendungen sind weiterhin unter
www.schweinswal.eu/wettbewerb2013 zu finden.
Gewinnervideo auch unter:
http://www.nabu.de/themen/meere/walschutz/15798.html
Für Rückfragen:
Fabian Ritter, Leiter Kampagne „Walheimat“ bei WDC, Tel. 01577-3448274
Dr. Kim Cornelius Detloff, NABU Leiter Meeresschutz, Tel.
030-2849841626
Heidrun Frisch, ASCOBANS Koordinatorin, Tel. 0228-8152418
Sigrid Lüber, Präsidentin OceanCare, Tel. 0041-44-780 66 88
 
Hintergrundinformationen

In der Ostsee unterscheiden Wissenschaftler zwei getrennte
Schweinswalen-Populationen. Die Schweinswale in der zentralen Ostsee
gelten als eigenständiger Bestand. Von der ursprünglich die gesamte
Ostsee bewohnenden Population ist nunmehr nur noch ein winziger
Bruchteil übrig geblieben. Die Hauptbedrohung sin
d Stellnetze, in denen
sich viele Individuen – vor allem junge Tiere – immer wieder verheddern
und qualvoll umkommen. Aber auch andere Eingriffe des Menschen wie
Schifffahrt, seismische Untersuchungen zur Erdgas und -ölerkundung, Bau
von Windkraftanlagen und der dadurch verursachte enorme Lärm im Meer
sowie die Verschmutzung der Meere setzen den sensiblen Meeressäugern
enorm zu. 

1994 wurde ASCOBANS, das Abkommen zur Erhaltung der Kleinwale in Nord-
und Ostsee, des Nordostatlantiks und der Irischen See unter der
Schirmherrschaft des UN-Übereinkommens zur Erhaltung der wandernden
Tierarten (Bonner Konvention, UNEP/CMS) ins Leben gerufen. ASCOBANS
fördert die enge Zusammenarbeit der Vertragsstaaten, um günstige
Lebensbedingungen für Delfine und Kleinwale zu schaffen.
www.ascobans.org  

Whale and Dolphin Conservation (WDC) ist die größte internationale
Organisation, die sich ausschließlich dem Schutz von Walen und Delfinen
widmet. www.whales.org

Der NABU setzt sich seit mehr als 110 Jahren für Mensch und Natur ein.
Mit mehr als 520.000 Mitgliedern und Förderern ist er Deutschlands
mitgliederstärkster Umweltverband. www.NABU.de   

OceanCare setzt sich seit 1989 weltweit für die Meeressäuger und Ozeane
ein. Mit Forschungs- und Schutzprojekten, Umweltbildungskampagnen sowie
intensivem Einsatz in internationalen Gremien unternimmt die
Organisation konkrete Schritte zur Verbesserung der Lebensbedingungen in
den Weltmeeren. Im Juli 2011 erhielt die Organisation von den Vereinten
Nationen den UN-Sonderberaterstatus zugesprochen. www.oceancare.org 
 
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NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, -1952
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: [email protected]
Redaktion: Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris Barthel, Nicole Flöper
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