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Sent: Saturday, December 14, 2013 2:02 PM
Subject: PM, Oliver Krischer, Kommission stellt nicht nur Ausnahmen sondern
auch EEG infrage – Bundesregierung muss für EEG und Energiewende in Brüssel
kämpfen

Pressemitteilung

Oliver Krischer | Mitglied des Deutschen Bundestages | Bündnis 90/Die Grünen

EU-Kommission stellt nicht nur Ausnahmen, sondern auch EEG infrage –
Bundesregierung muss für EEG und Energiewende in Brüssel kämpfen

Zur dem Kommissionsentwurf [1] für EU-Beihilfeverfahren zum EEG erklärt
Oliver Krischer MdB:

Der Kommissionsentwurf zum Beihilfeverfahren ist ein Desaster für die
Energiewende, aber auch für die Industrie. Die Europäische Kommission stellt
nicht nur die ausufernden Ausnahmen bei der Zahlung der EEG-Umlage, sondern
auch das EEG insgesamt infrage. Jetzt rächt sich, dass weder die abgewählte
schwarz-gelbe Bundesregierung noch die Große Koalition irgendetwas
unternommen haben, um das Verfahren abzuwenden. Und man fragt sich: Was tut
eigentlich der deutsche Energiekommissar für die deutsche Energiewende in
Brüssel?

Wenn Merkel und Gabriel nicht noch weiteren Schaden für Energiewende und die
Industrie entstehen lassen, müssen sie unverzüglich mit allem Nachdruck in
Brüssel aktiv werden. Es kann nicht sein, dass sich die Bundesregierung das
zentrale Instrument der Energiewende, das EEG, einfach so aus der Hand
nehmen lässt.

Die Kommission will dem Entwurf zufolge nicht nur gegen die
Ausnahmetatbestände bei der Zahlung der EEG-Umlage vorgehen, sondern auch
gegen das EEG insgesamt. Zwar wird das EEG für grundsätzlich zulässig
erklärt, will es aber als Beihilfe deklarieren. Das widerspricht der
Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes und faktisch könnte Brüssel
die Förderung der Erneuerbaren Energien in Deutschland diktieren. Es drängt
sich der Eindruck auf, dass die Kommission gar nicht mit Widerstand aus
Deutschland rechnet, wo doch schon der deutschen Energiekommar nichts für
das EEG tut.

Weder die alte schwarz-gelbe Bundesregierung noch die Große Koalition haben
bisher einen tragfähigen Vorschlag zur Reduzierung der Ausnahmen gemacht.
Erst hat Schwarz-Gelb die Ausnahmen gegen jede Vernunft immer weiter
ausgeweitet, dann ist die Große Koalition nicht über Prüfaufträge
hinausgekommen. Es ist schlichtweg niemandem mehr zu erklären, weshalb etwa
Schlachthöfe, Tierfuttermittelhersteller oder der Braunkohletagebau von den
Ausnahmen profitieren.

Damit die Ausnahmen dauerhaft europarechtlich abgesichert sind, muss die
neue Bundesregierung eine Regelung analog zur
EU-Strompreiskompensationsrichtlinie entwickeln und nur noch die wirklich
energieintensiven Unternehmen begünstigen, die im internationalen Wettbewerb
stehen. So kann das EEG gesichert und den Unternehmen die dringend
notwendige Planungssicherheit geben werden.

Oliver Krischer 
Mitglied des Deutschen Bundestages 
Bündnis 90/Die Grünen
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