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N A B U - P R E S S E D I E N S T  ----  NR. 151/13 ---- 16.12.2013 
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Umwelt/Wolf
Wieder ein Wolf in Deutschland erschossen
NABU verurteilt illegale Wolfstötung in der Lausitz
 
Berlin – Wie das Sächsische Ministerium für Umwelt am heutigen Montag
mitteilte, wurde vergangenen Freitag ein Wolf nahe Bautzen illegal
geschossen. Der Abschuss ereignete sich im Territorium des Milkeler
Rudels mit einem Schrotgewehr. Der NABU verurteilt die Tat auf das
Schärfste und prüft Strafanzeige gegen Unbekannt zu stellen.
„Dreizehn Jahre ist der Wolf nun wieder in Deutschland heimisch.
Dieser Abschuss ist die insgesamt neunte bekannte illegale Tötung
seither. Für eine streng geschützte Art ist das nicht akzeptabel“, sagte
NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Nach Bundesnaturschutzgesetz ist der Wolf eine streng geschützte
Tierart. Seine illegale Tötung kann mit bis zu fünf Jahren Haft und
50.000 Euro Geldstrafe geahndet werden. Erst im April 2012 hatte ein
Jäger im Westerwald den ersten Wolf seit über 120 Jahren in
Rheinland-Pfalz illegal geschossen. 
In Sachsen war der Wolf im Jahr 2012 in das Jagdrecht aufgenommen
worden. Er ist somit der Jägerschaft unterstellt und trotz ganzjähriger
Schonzeit als jagdbare Tierart benannt. „Die gewünschte
Akzeptanzsteigerung, die der Landesjagdverband erreichen wollte, ist
nicht absehbar“, so Bernd Heinitz, Vorsitzender des NABU Sachsen. „Der
Jagdverband hat eine Bringschuld und sollte sich aktiv auf die Suche
nach dem Täter begeben. Wenn der Jagdverband so zum Schutz des Wolfes
steht, wie dies gerne verkündet wird, sollte er beweisen können, dass
der Täter nicht aus seinen Reihen stammt“, so Heinitz.
Wölfe besiedeln seit dem Jahr 2000 erfolgreich wieder Deutschland. Aus
den ersten Wölfen sind bis heute 25 Rudel, von der Nordsee bis zur
tschechischen Grenze, entstanden. Nach Einschätzung des NABU werden
Wölfe langfristig in allen Flächenbundesländern vorkommen. Die
Erfahrungen aus dreizehn Jahren Nachbarschaft von Mensch und Wolf in
Sachsen beweisen, dass der Wolf keine Bedrohung für Mensch, Wild oder
die Existenz von Schafhaltern sind. Um seinen Bestand, der europaweit
als stark gefährdet gilt, zu sichern, bedarf es weiterer
Schutzbemühungen.
 
NABU-Rechtsgutachten zum Schutzstatus des Wolfes:
www.NABU.de/aktionenundprojekte/wolf/news/11517.html (
http://www.nabu.de/aktionenundprojekte/wolf/news/11517.html ) 
Kostenfreie Pressebilder zum Wolf: www.NABU.de/presse/fotos/#wolf (
http://www.nabu.de/presse/fotos/#wolf ) 
Kostenfreies Video einer Wolfssichtung zum Einbinden:
http://youtu.be/D0LnUjR7SVE 
Mehr zu Deutschlands Wölfen: www.NABU.de/wolf ( http://www.nabu.de/wolf
) 
 
Für Rückfragen:
Markus Bathen, NABU-Wolfsexperte, mobil: 0172-6453537
Bernd Heinitz, NABU-Landesvorsitzender Sachsen, mobil: 01578-2333130
 
Im Internet zu finden unter www.NABU.de ( http://www.nabu.de/ )  
 
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NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, -1952
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: [email protected] 
Redaktion: Kathrin Klinkusch, Annika Natus, Iris Barthel, Nicole Flöper
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