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Open Source Ecology Was wäre, wenn wir das beste Wissen in der Welt über unsere Technologien und unsere Ökonomie sammeln, dieses ständig gemäß nachhaltigen Grundwerten weltweit weiterentwickeln und an möglichst vielen Menschen als Open Source verteilen? Diese Frage hat das Projekt Open Source Ecology [1] angestoßen. Der Gründer Marcin Jakubowski hatte sich schon immer gefragt, wie Technologie nützlich für die Menschen sein kann. Aus eigener Erfahrung hat er zwei große Blockaden dafür ausgemacht: Konkurrenz und Irrelevanz. In einem Wettbewerb durfte sein Team zum Beispiel wichtige Innovationen mit einem anderen Team aus Wettbewerbsgründen nicht austauschen, und dies verhinderte die Entwicklung innovativer Technologien. Marcin stellte auch fest, dass seine Promotion in Kernphysik überhaupt nicht zu Lösungen der weltweiten dringenden Probleme, die wir haben, beitrug. In seinen Worten [2]: Die Welt zeigte mir ihre Möglichkeiten, und ich nahm sie wahr. Das nennt man wohl den konsumorientierten Lebensstil. Dann zog Marcin aufs Land und setzte sich sein erstes großes Ziel - das Global Village Construction Set. Das sind 50 Maschinen zum Aufbau einer nachhaltigen Ökonomie in den Bereichen Fertigung, Bauwesen, ökologische Landwirtschaft, erneuerbare Energien und Verkehr - von Traktoren über Windkraftwerke bis hin zu Autos [3]. Die Baupläne für eine Erdziegelpresse und eine Ackerfräse, einen Traktor mit einfacher Struktur und ein Hydraulikaggregat sind veröffentlicht und werden von der Community verbessert. Weitere Maschinen wie CNC-Brennschneidtisch, Stanz- und Biegepresse, Kreissäge, Sägewerk und Baggerschaufel sind in Entwicklung und werden Schritt für Schritt veröffentlicht. Das Besondere sind die Grundwerte für die Entwicklung der Technologien. Open Source bedeutet, dass alle Informationen über eine Technologie transparent für alle sind - Forschung und Design, Fertigung, Benutzung, Pflege, Reparatur, Wiederverwendung und Recycling. Reproduzierbarkeit und Eignung für den Eigenbau versetzen möglichst viele Menschen in die Lage, die Maschinen zu bauen. Module können zwischen verschiedenen Geräten ausgetauscht werden, so werden materielle Ressourcen und Zeit gespart und ein weltweit verteiltes Know-how geschaffen. Es werden noch weitere Grundwerte berücksichtigt, um möglichst nachhaltige Technologien zu entwickeln. Open Source Ecology (OSE) geht einen Schritt weiter und entwickelt reproduzierbare Unternehmen, deren Kernbetriebsstrategie die offene, unabhängige Reproduktion des Unternehmens ist. Die Organisationsprozesse, Buchhaltung, Kooperationen, Strategieentwicklung und -Umsetzung sind offen, und jeder kann von denen lernen, die sie anwenden und verbessern. So entsteht ein weltweit offenes Netzwerk von Menschen und Organisationen, die Technologien und Unternehmen nachhaltig verbessern und lokal und global einen wirklichen Mehrwert schaffen. Dieser offene Innovationszyklus wiederholt sich ständig und treibt in hoher Geschwindigkeit ökonomische Verbesserungen weltweit an. Das ist die Open-Source-Ökonomie. In Deutschland entwickelt OSE Germany [4] zurzeit Projekte im Bereich erneuerbare Energien. Die offene Forschungs- und Entwicklungsplattform für kleine Windturbinen ermöglicht die kostengünstige Nutzung von erneuerbaren Energien im eigenen Garten. Des Weiteren werden ein Open-Source-Niederspannungsstromnetz und ökologische Zink-Luft-Batterien zur Energiespeicherung entwickelt. Im Bereich Recycling wandelt ein Plastik-Schredder und -Extruder den Plastikabfall in Plastik-Filament um, welches dann von einem 3D-Drucker in das gewünschte Objekt umgewandelt werden kann. Ein Ziel ist es, ein ganz offenes Netzwerk von Menschen und Organisationen aufzubauen, die auf diese Weise zusammenarbeiten. Das Netzwerk soll identitätsunabhängig sein, sogar unabhängig von Open Source Ecology, um Identitätskonflikte zu vermeiden und das Fachwissen, den Ressourcenfluss und die gegenseitige Unterstützung auf die Entwicklung der Open-Source-Technologien zu konzentrieren. Das Motto ist: Jede Person und Organisation, die Technologien gemäß nachhaltigen Grundwerten entwickelt und diese gerne open-sourcen würde, soll unterstützt werden. Wer macht in Deutschland mit und warum? Achmed Touni ist Physiker. Eine Innovation von ihm wurde auf bürokratische Weise geklaut und patentiert und ihre Weiterentwicklung wurde gestoppt. Er hat die Nachteile einer geschlossenen Entwicklung selbst erlebt, deshalb versteht und vertritt er die Open-Source-Idee. Alex Shure ist professioneller Techniker und er macht mit, weil es ihm einfach Spaß macht und Open Source die Lernfähigkeit und Entwicklung der Technologien vorantreibt. Er liegt viel Wert auf Qualität und bringt seine Fähigkeiten gern anderen Menschen bei. Aron Homberg [5] ist IT-Entwickler und baut zurzeit eine offene Kommunikationsplattform auf. Später will er die Open-Source-Alternative zu Google Docs aufbauen. Seine Stärken sind Freundlichkeit, Professionalität und Gemeinwohlorientierung. Nikolay Georgiev [6] hat seinen Job bei großen IT-, Energie- und Automobilunternehmen wegen Irrelevanz, Innovationsblockade und Greenwashing gekündigt und widmet seine Kraft der Open-Source-Ökonomie. Ihm ist wichtig, dass alle Menschen die Möglichkeit und die Freiheit haben, ihre Träume zu verwirklichen. Oliver Schlüter ist gelernter Tischler, lebt auf dem Land und ist im landwirtschaftlichen Bereich tätig. Er möchte Energieautonomie und ein selbstverwirklichtes Leben aufbauen. Noch weitere Menschen tragen zu der Entwicklung direkt oder indirekt bei, die Tendenz ist steigend. In einer Zeit, in der Apple und Google mehr Geld für Patentauseinandersetzungen als für die Forschung und Entwicklung von neuen Produkten ausgeben und John Deere Geschäfte mit eigenen Franchisenehmern, die lieber Maschinen reparieren wollen statt neue zu verkaufen, abbricht, bereitet Open Source Ecology einen nachhaltigen und offenen Weg für eine effiziente Ökonomie. Webseite und Kontakt zum Projekt über: www.opensourceecology.de [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Source_Ecology [2] http://www.ted.com/talks/lang/de/marcin_jakubowski.html [3] http://blog.neon.de/2013/12/der-traktor-zum-selberbauen/ [4] http://opensourceecology.de [5] http://www.youtube.com/watch?v=iwSp-HjuaUc [6] http://opensourceecology.org/wiki/Nikolay_Georgiev ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Ende der weitergeleiteten Nachricht ° Alle Rechte bei den AutorInnen Unverlangte und doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen Abbestellen: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Greenhouse Infopool baut um! 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