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Dienstag, 21. Januar 2014 Dezentraler Ökostromausbau klar im Vorteil Dass Schwarz-Rot vor allem die ertragreichsten Wind- und Sonnenstandorte fördern will, senkt nicht die Energiewendekosten Die von der Bundesregierung geplante Konzentration des Zubaus erneuerbarer Energien auf die kostengünstigsten Standorte wird nicht dazu beitragen, die Gesamtkosten der Energiewende zu senken. Das ergab eine Studie [1] des Reiner-Lemoine-Instituts [2], die der Bundesverband mittelständische Wirtschaft BVMW [3] und die Haleakala-Stiftung [4] in Auftrag gegeben hatten. "Die im Koalitionsvertrag verabredete [5] Energiepolitik der neuen Bundesregierung wird die steigenden Strompreise nicht eindämmen können", sagte BVMW-Präsident Mario Ohoven anlässlich der Vorstellung der Studie. Die "planwirtschaftlich anmutende Festsetzung von Ausbaustandorten" für die Windkraft [6] werde den dringend benötigten Kurswechsel in der Energiepolitik weiter in die Zukunft verschieben. Die Studie vergleicht Kosten und Nutzen unterschiedlicher Ausbauszenarien, hierunter ein stark zentralisiertes und ein sehr dezentrales 100-Prozent-Szenario. In dem zentralisierten Szenario werden nur dort Ökostromanlagen gebaut, wo die Stromerzeugung am wenigsten kostet wo also optimale Bedingungen für Sonne oder Wind herrschen. Im dezentralen Szenario dagegen ist jedes Bundesland dafür verantwortlich, seinen Energiebedarf zu einem bestimmten Anteil aus Erneuerbaren zu decken, was eine gleichmäßigere Verteilung der Anlagen über die Bundesrepublik ergibt. Das Ergebnis des Vergleichs: Bei den Gesamtkosten für Erzeugung, Transport und Speicherung des Stroms unterscheiden sich die beiden Szenarien kaum die Gesamtkosten fallen ähnlich hoch aus. Zudem, so ein weiteres Ergebnis, wären sie nicht wesentlich höher als heute. Dagegen hat ein stärker dezentraler Ausbau gegenüber dem stärker zentralisierten mehrere Vorteile. Er sorgt für eine gleichmäßigere regionale Wertschöpfung, vor allem dann, wenn auf die starke Rolle der Offshore-Windkraft verzichtet wird. Darüber hinaus reduziert eine eher dezentrale Ökostrom-Landschaft die Abhängigkeit von Speichertechnologien und den Bedarf an neuen Stromnetzen. Diese Faktoren sieht die Studie mit einem "hohen Risiko verbunden", da unsicher sei, ob überall wie erwartet die Bürger den Netzausbau akzeptieren und die Speichertechnologien verfügbar sind. Und noch einen Vorteil nennt die Studie: Die Integration von Strom, Wärme und Mobilität in ein dezentral ausgebautes Energiesystem sei deutlich einfacher. (klimaretter.info/em) Im Text verwendete Links: 1. http://tinyurl.com/nlrjy7a 2. http://www.reiner-lemoine-institut.de/ 3. http://www.bvmw.de/ 4. http://www.haleakala-stiftung.de/ 5. http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/15164 6. http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/15179 ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Ende der weitergeleiteten Nachricht ° Alle Rechte bei den AutorInnen Unverlangte und doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen Abbestellen: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Greenhouse Infopool baut um! Wir sind jetzt vor allem hier: Twitter: http://twitter.com/greenhouse_info RSS-Feed: http://tinyurl.com/greenhouse-feed Facebook (Beta): http://www.facebook.com/mika.latuschek Twitter-News per E-Mail erhalten: https://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/greenhouse-info _______________________________________________ Pressemeldungen mailing list [email protected] https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen
