Rotes Kreuz: Unvorstellbares Leid nach drei Jahren Bürgerkrieg in Syrien
Humanitäre Situation speziell für Kinder dramatisch

„Der seit drei Jahren andauernde Konflikt hat Millionen von Syrerinnen und 
Syrern unvorstellbares Leid gebracht“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des 
Österreichischen Roten Kreuzes. „Mehr als neun Millionen Menschen benötigen 
dringend humanitäre Hilfe, darunter 5,5 Millionen Kinder. Sie leiden ganz 
besonders unter der katastrophalen Ernährungssituation, der schlechten 
Gesundheitsversorgung sowie dem fehlenden Zugang zu Trinkwasser und sanitären 
Einrichtungen. Mehr als 10.000 Kinder sind bei den Kämpfen bisher ums Leben 
gekommen“. Erschwerend kommt hinzu, dass rund drei Millionen Betroffene in 
Regionen leben, die für Hilfskräfte gar nicht oder nur sehr schwer zugänglich 
sind. „Der Syrisch-Arabische Rote Halbmond arbeitet seit Beginn des Konfliktes 
auf Hochtouren und unterstützt die Bevölkerung mit medizinischer Hilfe, 
Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Hygieneartikeln. Dies alles unter schwersten 
Bedingungen: 34 freiwillige Mitarbeiter hat der Einsatz für die notleidenden 
Menschen in Syrien bereits das Leben gekostet, unzählige weitere wurden 
verletzt oder gefangen genommen.“

6,5 Millionen Menschen sind im eigenen Land auf der Flucht, rund 2,5 Millionen 
mussten das Land verlassen. Der Libanon hat mit rund einer Million bisher die 
meisten syrischen Flüchtlinge aufgenommen, etwa 75 Prozent von ihnen leben in 
Zelten oder Rohbauten. „Gemeinsam mit der libanesischen Schwestergesellschaft 
können wir Flüchtlingsfamilien mit rund 17.000 Nahrungsmittel- und 
Hygienepaketen unterstützen“, sagt Jürgen Högl, der für das Österreichische 
Rote Kreuz die Hilfsaktivitäten in der Region vor Ort koordiniert. „Die Lage 
ist auch hier speziell für die Kinder dramatisch. Viele sind von der 
durchlebten Gewalt, dem Tod von Angehörigen und durch den Verlust eines 
geregelten Lebens traumatisiert. Viele Kinder müssen durch Arbeit zum Überleben 
der Familie beitragen, zur Schule können nur wenige gehen. Hier wächst eine 
verlorene Generation heran.“ In Jordanien hilft das Rote Kreuz mit dem Partner 
„Nachbar in Not“ Flüchtlingsfamilien mit finanziellen Notzuschüssen. Auch in 
Armenien ist das Rote Kreuz aktiv und versorgt syrische Flüchtlinge mit 
Hygienepaketen sowie Medikamenten.

Das Rote Kreuz bittet um Spenden:
Erste Bank, IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144
Kennwort: Syrien
Online: 
www.roteskreuz.at/syrien/spenden<http://www.roteskreuz.at/syrien/spenden>

Rückfragehinweis:
Mag. Monika Primenz
Presse- und Medienservice
Tel.: +43 1 589 00-153
Mobil: +43 664 544 46 19
mailto:[email protected]
http://www.roteskreuz.at

_______________________________________________
Pressemeldungen mailing list
[email protected]
https://lists.wikimedia.org/mailman/listinfo/pressemeldungen

Antwort per Email an