NABU-PRESSEMITTEILUNG |   | 28. APRIL 2015
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Umwelt/EU
Plastiktüten adé - NABU begrüßt Entscheidung des EU-Parlaments
Miller: Auch Deutschland braucht staatliche Regelung
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Straßburg/Berlin – Zum heutigen Beschluss des EU-Parlaments, den
Gebrauch von Plastiktüten in der EU künftig zu verringern, erklärt
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: „Plastiktragetaschen sind nicht
nur ein Symbol der Wegwerfgesellschaft. Ihr Einsatz lässt sich vermeiden
und sie sind überflüssig, wenn der Einzelhandel den Verbraucherinnen und
Verbrauchern gute Alternativen anbietet. Trotz Gelber Tonne und
kostenpflichtiger Abgabe im Lebensmitteleinzelhandel werden noch viel zu
viele Plastiktüten einmalig verbraucht. Das beginnt beim Hemdchenbeutel
für loses Obst und Gemüse und endet beim Kleiderkauf in unseren
Innenstädten.“
 
Der NABU setzt sich daher für eine Abgabe oder Steuer auf
Einwegtragetaschen ein, von der nur bepfandete, mehrfach nutzbare
Taschen ausgenommen sein sollen. „Eine Pfandlösung garantiert, dass
stabile Baumwoll- und Polyestertaschen mehrfach genutzt werden; und zwar
von einem Haushalt oder, wenn sie zurückgebracht werden, gleich von
mehreren“, so Miller.
 
Jeder Deutsche verbraucht im Jahr mehr als 70 Plastiktragetaschen, bei
denen die dünnwandigen Knoten- oder Hemdchenbeutel noch gar nicht
mitgezählt wurden. Gemeinsam mit ihren EU-Partnern hat sich die
Bundesrepublik Deutschland darauf geeinigt, dass dieser Verbrauch bis
Ende 2025 um ein Drittel auf 40 Taschen pro Jahr sinken soll. 
 
 
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