*Zentralbanken sollen den Grünen Klimafonds statt Banken retten, empfiehlt World Future Council*

/Berlin./ Die Zentralbanken sollen die Klimafinanzierung retten und Anleihen des Grünen Klimafonds kaufen, empfiehlt der World Future Council in einer Studie. Dieser soll eigentlich von den Industriestaaten ab 2020 mit 100 Milliarden US-Dollar im Jahr aufgefüllt werden, um Entwicklungsländern bei der Anpassung an den menschengemachten Klimawandel zu helfen – bisher liegen insgesamt nur 10 Milliarden auf dem Tisch. "Die Grundidee liegt darin, die sowieso stattfindenden Geldschöpfungsprozesse der Zentralbanken zu nutzen", sagte Matthias Kroll, Autor der Studie, im Interview mit dem Online-Magazin /klimaretter.info/. Auf diese Weise können laut dem Volkswirt sogar 300 Milliarden US-Dollar im Jahr für die Klimafinanzierung zusammenkommen, während die öffentlichen Haushalte geschont würden.

Die Zentralbanken sollten, so der Vorschlag, neugeschaffenes Geld in den Grünen Klimafonds stecken statt in die Banken. "Mit dem neuen Geld kann der Grüne Klimafonds nun Projekte mit erneuerbaren Energien in die Rentabilität bringen, die sich sonst aus verschiedenen Gründen wirtschaftlich nicht lohnen würden", sagte Kroll. Proteste der Banken befürchtet Kroll nicht: Durch die entstandenen Projekte würden Unternehmen aus Industriestaaten mehr Aufträge bekommen und das Geld in Form neuer Einlagen wieder zurück zu den Banken bringen, ist sich der Volkswirt sicher. Besonders sieht Kroll die Europäische Zentralbank sowie die US-amerikanische Fed in der Verantwortung.

Der World Future Council ist eine gemeinnützige Initiative, die als "Stimme zukünftiger Generationen" verstanden werden will. Gründer war 2000 der Deutsch-Schwede Jakob von Uexküll, der auch den "alternativen Nobelpreis" stiftet. Schwerpunkt der Arbeit soll die Etablierung einer gerechten und nachhaltigen Politik sein.

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