Der Standard
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Arzneimittel-Rückstände bei Fischen aus Aquakulturen

3. Mai 2015, 13:35

Bei Kontrollen in Deutschland wurde Antiparasitikum Malachitgrün sowie 
Antibiotika und Antiseptika nachgewiesen

Berlin - Der deutschen Bundesregierung liegen einem "Spiegel"-Bericht zufolge 
alarmierende Zahlen über antimikrobielle Arzneien in Fisch- und 
Krustentierprodukten aus Zuchtbetrieben vor. Bei Kontrollen im Rahmen des 
Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel meldeten die Prüfer des Bundes 
in 183 Fällen Nachweise von pharmakologisch wirksamen Stoffen, berichtet das 
Magazin in der aktuellen Ausgabe.

Überwiegend handelte es sich demnach um Rückstände der Fisch-Arznei 
Malachitgrün, die im Verdacht steht, Krebs zu erregen und Erbgut zu schädigen. 
Das Antiparasitikum Malachitgrün darf bei Speisefischen nicht als Arzneimittel 
angewendet werden. Zudem seien Abbauprodukten verschiedener Antibiotika und 
Antiseptika nachgewiesen worden.

Bei Krustentieren meldete Deutschland dem Bericht zufolge 306 Mal den Fund 
solcher Abbauprodukte. Die Daten stammten aus Untersuchungen von Lachs, 
Forellen oder Shrimps aus Aquakulturen im Zeitraum von 2005 bis Ende März 
dieses Jahres. Bei sechs Prozent aller Stichproben fanden die Kontrolleure 
demnach Arzneimittel. Aus welchen Betrieben die belasteten Proben im Einzelnen 
stammten, könne das Bundeslandwirtschaftsministerium nicht sagen, berichtete 
das Magazin. (APA, 3.5.2015)




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