Weltrotkreuztag: Helfer in Krisengebieten oft Opfer von Angriffen
Wien (Rotes Kreuz) – Am 8. Mai, dem Weltrotkreuztag, will das Österreichische 
Rote Kreuz an die vielen Helfer erinnern, die weltweit in Krisengebieten im 
humanitären Einsatz ihr Leben verloren haben.
„Normalerweise feiern wir diesen Tag, weil es der Geburtstag unseres Gründers 
Henry Dunant ist“, sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten 
Kreuzes. „In den vergangenen Monaten kamen allerdings viele Rotkreuz- und 
Rothalbmondhelfer im Einsatz ums Leben, sodass uns nicht zum Feiern zumute ist. 
Wir wollen inne halten und an diese Kollegen denken.“
Am gefährlichsten ist es derzeit in Syrien: Seit Beginn des Konflikts 2011 
haben 50 Mitarbeiter ihr Leben verloren. Alle waren deutlich mit dem Roten 
Halbmond gekennzeichnet, der sie – nach dem humanitären Völkerrecht – vor 
Attacken schützen sollte.
Rotkreuz-Mitarbeiter sind neutral und unterstützen alle Bedürftigen unabhängig 
von ethnischer Herkunft oder politischer Überzeugung. Sie und alle 
Einrichtungen, die mit dem Roten Kreuz oder dem Roten Halbmond gekennzeichnet 
sind, sind im Krieg durch die Genfer Konvention geschützt.
„Es ist eine Schande, dass manche bewaffnete Gruppen die internationalen 
Schutzzeichen nicht respektieren. Unsere Kollegen in den Krisengebieten 
arbeiten unermüdlich, um den Menschen in Not zu helfen. Es darf nicht sein, 
dass sie wegen dieser Arbeit angegriffen werden“, so Schöpfer.
Heuer wurden im Jemen Anfang April zwei Rothalbmond-Helfer erschossen, während 
sie in der umkämpften Stadt Aden Verwundete evakuiert haben. Im Jahr 2014 
wurden mehrere Rotkreuz-Mitarbeiter bei Konflikten in der Zentralafrikanischen 
Republik, in Gaza, im Sudan, in der Ukraine und in Syrien verletzt und getötet. 
Den Schutz der Helfer sicherzustellen, wird immer schwieriger, weil die 
aktuellen Krisen vielschichtig sind, es zahlreiche Akteure gibt und vielerorts 
ein mangelnder Respekt für das internationale humanitäre Völkerrecht herrscht.
Fotolink: http://images.roteskreuz.at/?c=3562&k=3d9e5332a0

Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
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