NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 51/15 | 8. MAI 2015
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Naturerleben/Vögel
Bleibt die Amsel das Sorgenkind?
NABU, NAJU und LBV laden vom 8. bis 10. Mai zur elften „Stunde der
Gartenvögel“
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Berlin – Zettel, Stift und Garten oder Park: Diese Ausstattung
benötigen Vogelfreunde für die Teilnahme an der bundesweiten „Stunde
der Gartenvögel“. Denn ab heute ist es wieder soweit: Bis zum 10. Mai
sind Naturfreunde in ganz Deutschland aufgerufen, eine Stunde lang die
Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu beobachten, zu
zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden. Rund 43.000
Teilnehmer hatten im vergangenen Jahr bei der jährlich stattfindenden
Aktion von NABU, NAJU und dem Landesbund für Vogelschutz (LBV)
mitgemacht und insgesamt eine Million Vögel beobachtet und gemeldet.
 
Ziel der Aktion ist ein deutschlandweites und möglichst genaues Bild
von der Vogelwelt in den Städten und Dörfern zu erhalten. „Für die
Teilnehmer ist die Zählmethode einfach, aber uns liefert sie in der
Summe tausender Gärten spannende wissenschaftliche Erkenntnisse. Dabei
geht es nicht um exakte Bestandszahlen aller Vögel, sondern darum, die
Verbreitung und Trends der einzelnen Arten zu ermitteln. Je mehr
Menschen an der Stunde der Gartenvögel teilnehmen, desto präziser werden
die Ergebnisse“, erklärt Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte. 
Mit Spannung erwarten die Vogelforscher das Ergebnis für die Amsel, die
bisher stets auf Platz zwei kam. Seit Beginn der Aktion hat diese Art
kontinuierlich abgenommen: 2014 waren es pro Garten bereits 25 Prozent
weniger Amseln als noch 2005. Ähnliches gilt für Mehlschwalben und
Mauersegler, die gar um 40 Prozent abgenommen haben.  
Neben diesen Sorgenkindern gibt es aber auch zahlreiche positive
Entwicklungen: So hat der Feldsperling seinen Bestand im Siedlungsraum
mehr als vervierfacht, Ringeltaube und Buntspecht haben um mehr als die
Hälfte zugenommen.
 
Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder
Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt
werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose
Rufnummer am 9. und 10. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157-115 –
oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet
werden. Meldeschluss ist der 18. Mai.
 
Aktuelle Zwischenstände und erste Ergebnisse sind ab dem ersten Zähltag
auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar und können mit vergangenen
Jahren verglichen werden. Interaktive Karten stellen dar, wie sich eine
Vogelart bundesweit oder in einem ausgesuchten Bundesland oder Landkreis
entwickelt hat. 
 
Über die „Stunde der Gartenvögel“ und andere ornithologische Themen
berichtet auch „Die große Vogelschau“ im Deutschlandradio Kultur bis zum
9. Mai. Das ausführliche Programm gibt es unter
www.deutschlandradiokultur.de/vogelschau  Am morgigen Samstag ist ab
9:05 Uhr NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann Gast in der Sendung „Im
Gespräch“ und gibt Einblicke in die Welt der Vögel.
 
Informationen zur Aktion unter www.stundedergartenvoegel.de
 
Kostenfreie Pressebilder unter
www.NABU.de/presse/fotos/#stundedergartenvoegel
 
Audio-Files der häufigsten Gartenvögel stellen wir Ihnen gern zur
Verfügung.
 
Einen Teilnahmebogen zur Verwendung in Printmedien unter
www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/stundedergartenvoegel/nabu-stunde-der-gartenvoegel2015-druckfaehiger-teilnahmebogen.pdf
 
 
Für Rückfragen:
 
Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: +49(0)30-284984-1620,
Mobil: 0172-9108275, E-Mail: [email protected]
 
Kathrin Klinkusch, NABU-Pressesprecherin, Tel. +49 (0)30.28 49 84-1510,
E-Mail: [email protected] 
 
Markus Erlwein, LBV-Pressestelle, Tel. +49(0)9174.4775.80, E-Mail:
[email protected]
 
 
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