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Feed: trueten.de - Umwelt
Posted on: Saturday, June 20, 2015 11:36 AM
Author: Thomas Trueten ([email protected])
Subject: "Es ist etwas faul in Dornogobi..."

 

Tote Tiere, giftiger Staub und verzweifelte Nomaden: Die französiche 
AREVA-Gruppe <https://de.wikipedia.org/wiki/Areva>  probt den Uranabbau in der 
Mongolei. Besitzer des Konzerns - größtes Geschäftsfeld ist die Nukleartechnik 
- ist der französische Staat: 79 % der Anteile gehören dem Commissariat à 
l’énergie atomique et aux énergies alternatives 
<https://de.wikipedia.org/wiki/Commissariat_%C3%A0_l%E2%80%99%C3%A9nergie_atomique_et_aux_%C3%A9nergies_alternatives>
  (Kommissariat für Kernenergie und alternative Energien), 8,4 % direkt dem 
französischen Staat und 3,6 % der Caisse des Dépôts et Consignations 
<https://de.wikipedia.org/wiki/Caisse_des_D%C3%A9p%C3%B4ts_et_Consignations>  
(CDC, staatliches französisches Finanzinstitut).

Die Mutationen bei den Tierherden der Nomaden, die vor dem Beginn der Versuche 
nicht vorkamen, sind vermutlich Auswirkungen der Abbauversuche mit dem dem  
<https://de.wikipedia.org/wiki/Hydraulic_Fracturing> "Fracking" ähnlichen 
Lösungsbergbau <http://de.nucleopedia.org/wiki/Uranbergbau#L.C3.B6sungsbergbau> 
, dem  <https://en.wikipedia.org/wiki/In_situ_leach> "In-Situ-Leaching". Die 
Nomaden kämpfen darum, dass diese Vermutung wissenschaftlich untermauert werden 
kann, wozu ihnen allerdings die Mittel fehlen. Einen Beweis für die 
Unschädlichkeit des Verfahrens bleibt AREVA bislang schuldig.

Das JibCollective <https://twitter.com/JibCollective>  war im März vor Ort und 
hat eine beieindruckende Reprotage gemacht:

"Es ist etwas faul in Dornogobi. Die Nomaden der mongolischen Wüstenprovinz 
klagen über mysteriöse Krankheiten in ihren Viehbeständen, über verseuchtes 
Wasser und giftigen Staub. Ein Atomkonzern, der in der Gegend den Uranabbau 
probt, möchte damit nichts zu tun haben. (...)

Seit Jahren bereiten Areva Mongol und die Tochterfirma Kogegobi - an denen 
neben dem Mutterkonzern Areva auch das Mitsubishi-Konglomerat mit 34% beteiligt 
ist - im Landkreis den Abbau tiefliegender Uranreserven vor. In diesem Rahmen 
testete Kogegobi 2010 bis 2011 das sogenannte In-Situ-Leaching-Verfahren 
(“Vor-Ort-Laugung”), das dem Fracking unkonventioneller Schiefergasquellen 
ähnelt. Kurz nach den ersten Tests trat eine Welle von Fehlgeburten und 
Missbildungen in den Viehbeständen der Nomaden auf. Das Phänomen breitete sich 
in der ganzen Gegend aus und erreichte 2014 seinen bisherigen Höhepunkt: Eine 
Familie verlor damals 95 Jungtiere - 80 Prozent der Geburten in ihrer Herde.

Öffentlich bekannt wurden diese Vorgänge durch Norsuren. Im November 2012 fand 
der Nomade, der neben Ziegen, Schafen und Pferden auch einige Rinder hält, vier 
seiner Kälber tot auf. (...)"

Weiterlesen in der sehr empfehlenswerten Reportage  
<https://jib-collective.net/stories/mongolia/> "Das Schweigen der Lämmer".

 

View article... 
<http://www.trueten.de/archives/9386-Es-ist-etwas-faul-in-Dornogobi....html> 

 

 

 

 

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