Rotes Kreuz: Regierung bei humanitärer Hilfe und EZA säumig
Auch nach dem letzten Ministerrat vor der Sommerpause wurde den NGOs kein 
Stufenplan zur Erhöhung der EZA vorgelegt
Wien (Rotes Kreuz) – Nach dem Ministerrat am 5. Mai kündigten Bundeskanzler und 
Vizekanzler an, bis zum Sommer einen Stufenplan zur Erhöhung der Ausgaben für 
Entwicklungszusammenarbeit vorzulegen. „Die erste Hitzewelle haben wir bereits 
hinter uns, den halben Juli ebenfalls, heute tagte der letzte Ministerrat vor 
der Sommerpause, lediglich vom angekündigten Stufenplan ist weit und breit 
keine Spur“, kritisiert Max Santner, Leiter der Internationalen Zusammenarbeit 
beim Österreichischen Roten Kreuz.
Die schrittweise Erhöhung der Official Development Assistance (ODA) auf 0,7% 
des Bruttonationaleinkommens (BNE) wurde schon oft zugesichert. Die Entwicklung 
eines solchen Stufenplans ist auch im Regierungsübereinkommen festgeschrieben. 
„Jetzt ist es Zeit, dass diese Zusagen endlich eingehalten werden“, sagt 
Santner, „denn sonst wird sich unsere Bundesregierung die Frage nach dem 
Verbleib ihrer Handschlagqualität gefallen lassen müssen.“ Santner erinnert 
daran, dass bereits in den 1980er Jahren der damalige Außenminister Alois Mock 
angekündigt hatte, bis in die 90er Jahre 0,7% des BNE aufzuwenden.
Ebenfalls im Regierungsprogramm angekündigt ist die Erhöhung des 
Auslandskatastrophenfonds von fünf auf 20 Millionen Euro. „Auch hier warten wir 
vergeblich auf die Einhaltung von Zusagen“, sagt Santner. „Angesichts der 
zahlreichen Krisen und Katastrophen ist eine Erhöhung ein Gebot der Stunde.“
Rückfragehinweis:
Mag. Thomas Marecek
Österreichisches Rotes Kreuz
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