NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 111/15 | 15. SEPTEMBER 2015
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Umwelt/Internationaler Küstenputztag (19.9.)
Küstenputz für klare Verhältnisse: NABU-Aktive reinigen Strände und
Ufer an Nord-, Ostsee und Flüssen
Miller: G7-Beschlüsse von Elmau gegen Meeresmüll jetzt konsequent
umsetzen
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Berlin – Zum 30. Mal jährt sich der „International Coastal Cleanup Day“
(19.9.) in diesem Jahr. Tausende engagierte Meeresschützer treffen sich
an diesem Tag weltweit zu Sammelaktionen, um Küsten, Strände, Fluss- und
Seeufer von Müll zu säubern.
 
„Klare Verhältnisse schaffen“ lautet auch das Motto der aktuellen
NABU-Imagekampagne „Wir sind was wir tun. Die Naturschutzmacher.“.Mit
vielen eigenen Reinigungsaktionen zum „Internationalen Küstenputztag“
setzt der NABU ein wichtiges Zeichen für den Meeresschutz und sendet
damit ein klares Signal an die Politik. „Genauso wie sich jedes Jahr
mehr und mehr Freiwillige für saubere Küsten und Gewässer engagieren,
fordern wir eine konsequente Umsetzung der beim G7-Gipfel in Elmau
getroffenen Vereinbarungen für saubere Meere. Dem im Juni
verabschiedeten Aktionsplan gegen Müll im Meer müssen jetzt umgehend
Taten folgen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
 
Weltweit sterben jedes Jahr bis zu einer Million Seevögel und 100.000
Meeressäugetiere an den tödlichen Resten des weggeworfenen Mülls. Nach
einer aktuellen „Science“-Studie gelangen jedes Jahr bis zu 13 Millionen
Tonnen Plastikmüll ins Meer, der eine große Gefahr für Meeresbewohner
ist: Robben und Fische verfangen sich in alten Fischernetzen, Wale
verwechseln Folien mit ihrer eigentlichen Nahrung und Jungvögel
strangulieren sich mit alten Leinen, die ihre Eltern in Nestern
verbauen. 
 
„Was wir an der Meeresoberfläche und am Strand finden ist nur die
Spitze des Eisbergs. Der Großteil der Abfälle gelangt vom Land ins Meer:
Tüten, Verpackungen, Plastikflaschen und Zigarettenkippen. Um dies
zukünftig zu verhindern, muss die Politik die ordnungspolitischen
Weichen stellen. Dazu zählt vor allem eine Gesetzgebung, die
Mehrwegsysteme fördert, auf Ressourceneffizienz und Langlebigkeit von
Produkten setzt und den Verpackungswahnsinn beendet. Initiativen zum
Ersatz von Einwegplastiktüten sind dafür ein wichtiger Anfang, der auf
weitere Bereiche des täglichen Lebens erweitert werden muss“, so
NABU-Meeresschutzexperte Nils Möllmann.
 
Im Aktionszeitraum vom 19. September bis zum 3. Oktober 2015 ruft der
NABU, zusammen mit elf seiner Gruppen sowie der NAJU-Kampagne
Trashbusters H2O zum Mitmachen bei öffentlichen Müllsammelaktionen auf.
Prominent begleitet wird die Sammelaktion in Warnemünde am 19. September
vom Grünen Europa-Abgeordneten Reinhard Bütikofer.
 
Die diesjährigen NABU-Reinigungsaktionen finden auf Borkum, in
Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Bottsand/Kiel, Fehmarn, Kühlungsborn,
Warnemünde, Prora/ Rügen, Lubmin/Greifswald und in Leipzig statt.
 
Der „International Coastal CleanupDay“, zu Deutsch„Internationaler
Küstenputztag“ startete 1986 als Initiative einer Handvoll
engagierter Meeresschützer in Texas. Er hat sich mittlerweile zur
weltweit größten ehrenamtlichen Aktion für den Meeresschutz entwickelt.
Allein im Jahr 2014 sammelten die weltweit mehr als 560.000 Freiwilligen
etwa 7.250 Tonnen Müll.


 
Ausführliche Informationen zu den einzelnen Sammelaktion finden Sie
unter: 
www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/meere-ohne-plastik/sammelaktion.html

 
Mehr Informationen auf www.meere-ohne-plastik.de  
 
Kostenlose Pressefotos zum Download
unter:www.nabu.de/presse/pressebilder/index.html#meereohneplastik


Informationen zur NABU-Imagekampagne unter:
http://wirsindwaswirtun.de/
 
  
Für Rückfragen:
Nils Möllmann, NABU-Meereschutzexperte, Tel. +49 (0)30.284984-1631,
Mobil +49 (0)1522.1807162, E-Mail: [email protected] 
 
 
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