NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 112/15 | 21. SEPTEMBER 2015
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Umwelt/Verkehr
NABU fordert von VW lückenlose Aufklärung bei der Manipulation von
Abgastests
Miller: EU-Kommission muss nun Verfahren in Europa wasserdicht machen
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Berlin –  Im Zusammenhang mit den Manipulationen um Abgastests von
Dieselfahrzeugen in den USA fordert der NABU von seinem
Kooperationspartner Volkswagen eine lückenlose und schnelle Aufklärung.
„Das Bestreben von Volkswagen, bis 2018 zum umweltfreundlichsten
Autokonzern der Welt zu werden, ist stark beschädigt. Nur durch
vollumfängliche Aufklärung und personelle sowie strukturelle
Konsequenzen kann wieder Vertrauen hergestellt werden“, sagte
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.

Der NABU kritisiert seit langem, dass die Abgaswerte vieler Fahrzeuge
nur auf dem Prüfstand eingehalten und in der Praxis deutlich
überschritten werden und fordert eine Anpassung der Verfahren sowie
Messungen an ganz normalen Autos auf der Straße. 

Miller: „Es ist naheliegend, dass neben VW auch andere Hersteller
manipulieren und zwar auch in Europa. Die EU-Kommission und die
Bundesregierung müssen dem nun schleunigst nachgehen und die Abgastests
anpassen und diese um Messungen im realen Fahrbetrieb erweitern.“
 
Auch bei den Verbrauchsgrenzwerten tricksen die Hersteller nach
Auffassung des NABU bis tief in den dunkelgrauen Bereich.
Bundesregierung und EU-Kommission seien dem bisher nicht mit der
notwendigen Konsequenz nachgegangen.

Miller: „Es wird allerhöchste Zeit, dass die Tricksereien zu Lasten von
Umwelt- und Gesundheitsschutz ein Ende nehmen. Der Abgasskandal in den
USA muss ein Weckruf für die deutsche Autoindustrie und die zuständigen
Behörden sein.“
 
 
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