NABU-PRESSEMITTEILUNG | NR 52/16 | 12. MAI 2016
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Umwelt/Vögel
NABU: Den Wecker nach den Piepmätzen stellen – und morgens ein Konzert
erleben
Welcher Vogel singt wann? NABU-Vogeluhr gibt einen Überblick über die
zeitliche Abfolge von Vogelstimmen / Countdown zur "Stunde der
Gartenvögel" läuft
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Berlin – Der Gartenrotschwanz ist der Frühaufsteher unter den
Singvögeln. 80 Minuten vor Sonnenaufgang eröffnet der kleine,
schlanke rot-schwarze Sänger das Morgenkonzert mit seiner wehmütigen
kurzen Strophe. Zehn Minuten später meldet sich sein naher Verwandter,
der Hausrotschwanz, mit seinem heiser klingenden Reviergesang. Der
Stieglitz, NABU-Vogel des Jahres 2016, ruft seinen Namen „stiglit“ 20
Minuten bevor die Sonne aufgeht. Der Buchfink ist für Vogelverhältnisse
spät dran: erst zehn Minuten vor Sonnenaufgang, beteiligt er sich am
Morgenkonzert seiner Artgenossen. Jede Vogelart hat einen anderen
Zeitpunkt für den Gesangbeginn, der durch die zunehmende Tageshelligkeit
vorgegeben wird. Jeden Morgen setzen die einzelnen Arten daher in der
gleichen Reihenfolge in das Vogelkonzert ein. 
 
Welcher Vogel singt wann und wie? Einen guten und originellen Überblick
über die zeitliche Abfolge des Vogelgesangs gibt die NABU-Vogeluhr. Sie
zeigt 18 klassische und häufigere Vögel und ihr charakteristisches
Gezwitscher und ist ab sofort zu finden unter www.nabu.de/vogeluhr. An
der Vogeluhr sind die Minuten angegeben, wann die Vögel vor
Sonnenaufgang mit ihrem Konzert beginnen. 
 
„Im Mai sind die meisten Vögel zu hören, denn dann sind auch die vielen
Zugvögel wieder zurück. Nur erwachsene Vogelmännchen singen. Sie locken
damit Weibchen an und stecken ihr Revier ab“, erläutert
NABU-Vogelexperte Lars Lachmann. Es hänge von der Vogelart ab, wie viele
verschiedene Lieder ein Tier singen könne. Manche Vögel können nach
unseren Maßstäben überhaupt nicht richtig singen, wie zum Beispiel der
Kernbeißer. 
 
Besonders schön und melodisch singt die Amsel, die in Deutschland fast
überall häufig zu hören ist. Als fleißige Sängerin beginnt sie etwa
45 Minuten vor Sonnenaufgang, oft von einem Dachfirst aus. Nicht so
häufig in Städten zu hören, wie die Amsel, aber auch für
Vogelstimmen-Anfänger gut zu erkennen, ist die Goldammer. Vor allem in
ländlichen Gebieten begrüßt sie den Tag 45 Minuten vor Sonnenaufgang
mit einem hohen und lauten „zizizizizizi-düüüh“, oder auch gut zu merken
mit „Wie, wie, wie hab ich dich lieb“. „Die Meistersängerin unter den
Vögeln ist die Nachtigall. Sie singt jedoch nicht nur morgens,
sondern auch in tiefster Nacht. Daher ist die Nachtigall nicht in einer
Vogeluhr darstellbar“, so Lachmann.
 
Die Beschäftigung mit der NABU-Vogeluhr ist ein guter Start ins große
Vogelzählwochenende. An Pfingsten laden NABU, NAJU und der Landesbund
für Vogelschutz (LBV) zur „Stunde der Gartenvögel“ ein. Vom 13. bis
15. Mai sind Naturfreunde in ganz Deutschland aufgerufen, eine Stunde
lang die Vögel in ihrem Garten, vom Balkon aus oder im Park zu
beobachten, zu zählen und für eine gemeinsame Auswertung zu melden.
 
Und so wird es gemacht: Von einem ruhigen Plätzchen aus wird von jeder
Vogelart die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde entdeckt
werden kann. Die Beobachtungen können per Post, Telefon – kostenlose
Rufnummer am 14. und 15. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr: 0800-1157115 –
oder einfach im Internet unter www.stunde-der-gartenvoegel.de gemeldet
werden. Meldeschluss ist der 23. Mai.
 
Die „Vogeluhr“ zum Download:
www.NABU.de/presse/fotos/#stundedergartenvoegel
 
Informationen zur Aktion unter www.stunde-der-gartenvoegel.de
 
Kostenfreie Pressebilder zu den häufigsten Vogelarten und der Aktion
unter: www.NABU.de/presse/fotos/#stundedergartenvoegel 
 
Hörfunk-Beiträge zur Stunde der Gartenvögel sowie ein Interview mit
NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann finden Sie zur kostenfreien
Nutzung hier: www.NABU.de/presse/audio-und-video
 
Audio-Files der häufigsten Gartenvögel stellen wir Ihnen gern zur
Verfügung.
 
Einen Teilnahmebogen zur Verwendung in Printmedien unter
www.NABU.de/imperia/md/content/nabude/vogelschutz/stundedergartenvoegel/sdg-2016_meldebogen_adresse.pdf
 
Für Rückfragen:
Lars Lachmann, NABU-Vogelschutzexperte, Tel.: +49(0)30-284984-1620,
Mobil: 0172-9108275, E-Mail: [email protected]
 
Nicole Flöper, NABU-Pressestelle, Tel.: +49(0)30-284984-1958, E-Mail:
[email protected]
 
 
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