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Feed: Klima der Gerechtigkeit Posted on: Friday, July 22, 2016 3:44 PM From: Lili Fuhr ([email protected]) Subject: Harald Welzer zur Kritik der Grünen Ökonomie und einer Repolitisierung des ökologischen Diskurses Von Harald Welzer <http://www.kwi-nrw.de/home/profil-hwelzer.html> Das Buch <http://www.oekom.de/buecher/gesamtprogramm/buch/gruene-oekonomie.html> Kritik der Grünen Ökonomie von Thomas Fatheuer, Lili Fuhr und Barbara Unmüßig scheint mir ein enorm wichtiges Buch zu sein, weil es die Diskussion um Green Economy, Green Growth oder den grünen Umbau der modernen Industriegesellschaften sehr stark voranbringt - aber nicht im Sinne einer umstandslosen Beförderung aller technologischen Innovationen, die Effizienzgewinne versprechen, sondern in einer grundsätzlichen Perspektivenveränderung, die sich ungefähr so zusammenfassen lässt: Eine Grüne Ökonomie nur auf der Grundlage technologischen Wandels ist überhaupt nicht denkbar, weil sie Faktoren einer expansiven Wirtschaft, von ungleicher Verteilung, von benachteiligten Gruppen und indigenen Völkern systematisch ausblendet. Das Verdienst der Autorinnen und Autoren ist es, alle diese Fragen wieder ins Spiel zu bringen. Das scheint überfällig zu sein und ist in diesem Buch sehr gut durchgearbeitet, sodass man als Leser durch die unterschiedlichsten Facetten - Inwertsetzung von sogenannten biologischen Dienstleistungen, CO2-Bepreisung zur Bekämpfung des Klimawandels und so weiter - hindurchgeführt wird und eine sehr gute Grundlage bekommt, welches die problematischen Aspekte im Einzelnen jeweils sind. Außerdem - das scheint mir das Allerwichtigste zu sein -, stellt dieses Buch ein entschiedenes Votum für eine Repolitisierung des ökologischen Diskurses dar. Es macht deutlich, dass wir Fragen des kulturellen und sozialen Umgangs mit Ressourcen wieder in eine gesellschaftspolitische Debatte zurückführen müssen und dass eine Kultur des Weniger oder der Suffizienz nichts ist, das wir durch Expertenwissen und durch Technologie und Ingenieurwesen herbeiführen können, sondern dass es darauf ankommt, eine neue Debatte darüber zu führen, wie man eine ökologisch befriedete, moderne Gesellschaft herstellen kann. Ich hoffe, dass besonders dieser Anstoß der Repolitisierung des ökosozialen Diskurses wirklich breiten Widerhall findet, weil es genau das ist, was wir brauchen. Fragen einer möglichen Modernisierung moderner Gesellschaften in Richtung einer sozialökologischen Transformation sind etwas, das absolut alle denkenden Menschen angeht. Insofern ist Kritik der Grünen Ökonomie kein Buch für eine spezifische Zielgruppe, sondern sollte von einer breiten Leserschaft aus den unterschiedlichsten Schichten gelesen werden. <https://www.youtube.com/watch?v=8JZsTkt1tvg> Click here to view the embedded video. View article... <http://klima-der-gerechtigkeit.de/2016/07/22/harald-welzer-zur-kritik-der-g ruenen-oekonomie-und-einer-repolitisierung-des-oekologischen-diskurses/> ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Ende der weitergeleiteten Nachricht. Alle Rechte bei den Autor*innen. Unverlangte und doppelte Zusendungen bitten wir zu entschuldigen! Abbestellen: mailto:[email protected]?subject=unsubscribe ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° Greenhouse Infopool Berlin [email protected] via Twitter, RSS-Feed, Facebook, Mailingliste: http://twitter.com/greenhouse_info http://www.facebook.com/mika.latuschek http://listen.jpberlin.de/mailman/listinfo/greenhouse-info Hosted by the political provider JPBerlin of Heinlein-Support www.jpberlin.de www.heinlein-support.de
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