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Sent: Tuesday, April 25, 2017 12:28 PM
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Subject: [Martin Häusling] Zulassung von Glyphosat droht: Voraussichtliche
Kommissionsentscheidung ein Schlag ins Gesicht der europäischen Bürger!

 



PRESSEMITTEILUNG – Brüssel, 25. April 2017

 

Vor der Kommissionsentscheidung

 

Zulassung von Glyphosat: ein Schlag ins Gesicht der europäischen Bürger!

Die Absicht der EU-Kommission, den Wirkstoff Glyphosat weitere 15 Jahre ohne
Auflagen zuzulassen, findet Martin Häusling, agrarpolitischer Sprecher der
Grünen/EFA im Europäischen Parlament und Mitglied im Umweltausschuss
skandalös:

„Die EU-Kommission beabsichtigt offenbar ohne weitere Abklärung Glyphosat
für weitere 15 Jahre zuzulassen, und zwar ohne besondere Auflagen. Eine
solche Entscheidung würde in keiner Weise mit dem europäischen
Vorsorgeprinzip in Einklang stehen. Wissenschaftliche Institutionen sind
sich immer noch nicht einig, ob Glyphosat krebserregend sein könnte. In den
USA läuft ein Gerichtsverfahren, in dem Monsanto direkte Einflussnahme auf
externe Studien und die wissenschaftlichen Entscheidungsprozesse der
Zulassungsbehörde vorgeworfen wird. Solange es Hinweise gibt, dass Studien,
die auch der Europäischen Lebensmittelagentur (EFSA) und der Europäische
Chemikalienagentur (ECHA) zur Überprüfung vorlagen, einseitig oder sogar
komplett im Sinne der Hersteller manipuliert sind, sollten auch diese beiden
Agenturen ihre Ergebnisse vorläufig in Frage stellen. Alles andere wäre
unwissenschaftlich.

Ganz unabhängig davon geht es aber auch um eine politische Entscheidung:

Weder hat sich eine Mehrheit der Mitgliedstaaten für eine Wiederzulassung
gefunden, noch entspricht das dem Wunsch europäischer Konsumenten. Mehr als
40 europäische Umwelt-, Naturschutz- und Gesundheits-Organisationen haben
sich in einer Europäischen Bürgerinitiative für den Stopp der Zulassung
ausgesprochen. Knapp 700000 Bürger haben schon unterschrieben. Viele
europäische Gemeinden haben Glyphosat auf ihren Flächen verboten, immer mehr
Gartencenter nehmen es aus dem Programm. Und auch das Europäische Parlament
hat bei seiner knappen Zustimmung für höchstens 7 Jahre für strenge Auflagen
plädiert.

Der Einsatz von Totalherbiziden wie Glyphosat trägt erheblich zum Rückgang
der Biodiversität bei. Der Mythos, dass das Totalherbizid dem Boden- oder
Klimaschutz zu Gute käme, ist hinlänglich widerlegt. Es schädigt Regenwürmer
im Boden, die jahrelang postulierte vermehrte CO2-Speicherung im Boden gibt
es trotz Pflugverzicht nicht (dafür aber mehr Unkraut) und Erosions- und
Hochwasserschutz bekommt man anders besser hin. Das zeigen Biobauern
täglich. Die Zeit der Totalherbizide ist endgültig vorbei. Solch eine
Entscheidung der Kommission wäre nicht nur gesundheitlich fahrlässig, sie
würde auch eine rückwärtsgewandte und uninnovative Sicht auf die
Landwirtschaft der Zukunft zementieren. Eben ganz „good old fashioned“ -
wie Kommissar Hogan selber schon gesagt hat.“

 

Link
<http://www.farmersjournal.ie/listen-good-old-fashioned-roundup-should-be-us
ed-in-normal-way-phil-hogan-272254>  zur Aussage Kommissar Hogans

 

Weitere Informationen:

Profitinteressen versus Vorsorgeprinzip
<http://www.kritischer-agrarbericht.de/fileadmin/Daten-KAB/KAB-2017/KAB_2017
_58_62_Haeusling.pdf> , Artikel von Martin Häusling im Kritischen
Agrarbericht 2017.

Glyphosat und der Mythos Bodenschutz
<http://www.martin-haeusling.eu/images/160606_Martin_H%C3%A4usling_PP_Glypho
sat_Mythos_Bodenschutz.pdf> , Position Martin Häusling.

Hintergrundpapier zu Landwirtschaft und Klimawandel
<http://www.martin-haeusling.eu/images/H%C3%A4usling_Hintergrundpapier_LULUC
F_feb2017.pdf>  von Martin Häusling.

 

 

 

Weitere Informationen: 

Die Grünen/EFA im Europäischen Parlament - Martin Häusling 

Büro Brüssel Tel. +32-2-284-5820, Email:
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Büro Berlin Tel. +49-(0)30-227-70020, Email:
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