Hallo allerseits,

im Juni dieses Jahres warf Thomas Richter hier die Frage auf, wie mit
den Call-by-Call-Angeboten �ber 0900... zu verfahren sei.  Zu dieser
Zeit war ich der Ansicht, dass hierf�r ein neuer isdnlog mit
erweiterterten F�higkeiten hinsichtlich des VBN-Handlings erforderlich
sei (VBN = die Proivdervorwahl).  Inzwischen wei� ich, dass ich hierbei
irrte und die notwendigen F�higkeiten wohl schon seit isdnlog-3.65
existieren.

 Ich habe daher gerade einen Satz von �nderungen ins CVS eingecheckt,
der die Angebote Centalk (090050) und Centel (09005310) zur rate-de.dat
hinzuf�gt, sowie die 01900732 von Tele2, bislang als `Tele2 Ortstarif',
jetz `Tele2 iHear' bezeichnet, nun ohne hochexperimentelle Hilfsmittel
enth�lt.  Aufgrund von Lastproblemen bei Sourceforge.net kann es bis zu
24 Stunden dauern, bis diese �nderungen mittels pserver- und Web-Zugriff
auf das CVS sichtbar werden.

 Die einzige notwendige �nderung -- abgesehen von der Installation der
neuen rate-de.dat und rate.conf nat�rlich -- betrifft die Datei
/etc/isdn/isdn.conf, wo unter [ISDNLOG] an der Stelle von VBN=010:01900
nun VBN=010:01900:09005 einzutragen ist.  Der Eintrag VBNLEN wird nach
meinen Kenntnissen nicht mehr ausgewertet, sondern muss nur vorhanden
sein.

 Im Gegensatz zu allen bislang erfassten Providern habe ich bei den
neuen Providern die Pnum (Zahl nach dem P:-Tag eingangs der
Providerdefinition) nicht nach einem festen Schema aufgrund ihrer VBN
vergeben, sondern fortlaufend ab der Zahl 321.  Zudem habe ich im
Verzeichnis tarife/rate-de die Datei Pnum-Vergabe angelegt, die alle
bisherigen Vergaben enth�lt und f�r weitere Vergaben die Funktionen
einer Registrierstelle erf�llen soll.  Diese Datei geht auch in die
rate-de.dat als Kommentar ein.

Als Dateinamen f�r die neuen Provider habe ich jeweils die VBN gew�hlt,
also 01900732, 090050 und 09005310.  Dies vor dem Hintergrund, dass die
einzelne Angeboten weiterhin nach Providern zusammengefasst werden,
jeder Provider in einer Datei erfasst wird und ein Provider sich �ber
die selbe VBN definiert.

Nicht mehr in der rate-de.dat enthalten ist, wie schon erw�hnt, der
experimentielle Eintrag 'Tele2 Ortstarif' mit der VBN 0190073 und der
Pnum 273, da es nun einen normalen Eintrag mit der VBN 01900732 und der
Pnum 321 gibt.

Ist die VBN eines Providers nicht durch Eintrag VBN= in der isdn.conf
abgedeckt, oder ist der Provider nicht durch einen P:Pnum=0 Eintrag in
/etc/isdn/rate.conf aktiviert, werden Verbindungen von isdnlog �ber den
entsprechenden nicht als solche erkannt, sondern werden im Falle von
01900... und 09005... als Premium-Rate berechnet.  (Solange
preselected=33 eingestellt ist.)

Wird in der rate.conf ein in der rate-de.dat nicht vorhandener Provider
aktiviert, hat das nach meinen Beobachtungen keine Folgen.

Beim Provider Centalk mit der VBN 090050 gibt es die Besonderheit, dass
er nur Verbindungen in die Mobilfunknetze und ins Auslands herstellt. 
Ich gehe davon aus, dass der Provider nur �ber die Rufnummernbereich
090050-00 und 090050-01 verf�gt.  Das hat die Folge, das isdnlog mit
aktivierter Centalk z. B. die Rufnummer 090050-0409876... als
CbC-Verbindung nach Hamburg interpretiert, was falsch ist, da es sich
hierbei um eine normale 09005-Rufnummer handelt.

Bislang enth�lt isdnlog keine M�glichkeit eine VBN nur dann als solche
zu erkennen, wenn bestimmte Ziffern folgen.  Man k�nnte sich
beispielsweise daf�r die Notation `B:090050 0[01]' im Providerheader
vorstellen.  Eine derartige �nderung am isdnlog sollte machbar sein;
solange es aber nur diesen einen Provider betrifft, habe ich nicht vor,
mich dieser Aufgabe zu widmen.  Als Behelf habe ich bei Centalk als Z:4
mit A:Deutschland die Geb�hren f�r 0900-Rufnummern eingetragen, wie sie
auch ohne diesen Provider verwendet w�rden.

Rufnummern aus dem Bereich 0900 oder genauer gegenw�rtig 09001, 09003
und 09005 sind wie 01900 frei tarifierbar, folglich ist eine vern�ftige
Geb�hrenberechnung mit isdnlog nicht m�glich.  Bislang wurde die Annahme
von 5 EUR/Min verwendet.  Am 15. August 2003 ist eine �nderung des
Telekommunikationsgesetzes in Kraft getreten, die erst einmal 30 EUR bei
pauschaler Tarifierung oder 2 EUR/Min bei zeitabh�ngiger Tarifierung als
Obergrenze festlegt, solange der Anrufer sich gegen�ber dem Anbieter
nicht ausreichend legitimiert hat.  Diese Definition wird nun
verwendet.  Zur Gesetzes�nderung siehe auch:
http://www.heise.de/newsticker/data/uma-14.08.03-000/

Beim Test des Provider Centel (09005310) habe ich die Erkenntnis
gewonnen, das Ortsgespr�che nur dann nach Zone Z:1 berechnet werden,
wenn dem Provider mittels D:dtag eine Verzonungstabelle zugewiesen
wurde.  Bei Tele2 iHear (01900732) ist das nicht n�tig, da der Tarif mit
Tele2 Preselection (P:13,1) komplett identisch ist, daher ein R:Tag zur
Beschreibung ausreicht und bei P:13,1 das D:dtag vorhanden ist.

Noch eine letzte Anmerkung:  Die gegenw�rtige Destinationsdatenbank
enth�lt noch f�r +49190073 den Eintrag `Tele2 Ortstarif'.  Wird dieser
Name nach Wahl von 0190073 angezeigt, liegt keine Fehler mit der
VBN-Erkennung vor, es wurde halt eine Vorwahlnummer erkannt, der Vorgang
ist identisch mit der Erkennung der Ortsnetzvorwahlen.  Ich beabsichtige
eine �nderung der Daten der Destinationsdatenbank, m�chte vorher aber
noch einen Fehler in der Auswertung dieser Daten beheben, der bislang
beim Eintrag von +491900732 daf�r sorgt, dass die 2 in der formatierten
Nummerdarstellung nicht erscheint.

Ich habe die neue rate-de.dat mit isdnlog im Replaymode und simulierten
gehenden Verbindungen getestet.  Wegen der doch recht grundlegenden
�nderungen an der rate-de.dat ist es gut m�glich, dass sich beim
allt�glichen Einsatz noch Fehler offenbaren.  Daher bitte ich alle
Nutzer CVS-Version ihre Kopie der Quelldateien zu aktualisieren, die
neue rate-de.dat zu installieren und dann hier �ber Erfolg oder
Mi�erfolg zu berichten.  Auch �ber allgemeinere Anmerkungen w�rde ich
mich freuen.


 Gru� Tobias

-- 
Tobias Becker          E-Mail [EMAIL PROTECTED]      PGP 0xD06BB70D
* Und erfahrene Menschen sagen, da� derjenige, der zu viel sieht und
zu viel wei�, �hnlich wie der, der zu wenig sieht und zu wenig wei�,
leicht vom richtigen Weg abkommt und untergeht. * Stefan Chwin *



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