at 22.08.2007 0:43 Uhr, Tobias Bußmann wrote: > Das einzige was mit dazu einfällt ist, er hat irgendwie Recht.
Ich behaupte hier einfach mal das Gegenteil ;-)... MDI ist gar nicht sooo schlecht. Was schlecht ist, ist die hierarchische Organisation von MDI unter Windows. Wer mir nicht glaubt: Was ist der Unterschied zwischen einem Window mit Drawers und einem MDI? ....na? Praktisch keiner - außer das der Mac seine Menüleiste konsisten immer oben malt. ;-) Die Diskussion ist m.E. Makulatur, da solche Elemente durchaus ihre Berechtigung haben. Lediglich an der Umsetzung scheitert es meist... Zugegebenermaßen ist ein Interface mit vielen einzelnen Fenstern oder Paletten moderner (und wenn man sich die neue iLife '08 anschaut, oder einen Blick auf 10.5, oder Photoshop wirft sieht man sich hier bestätigt). Das ganze beinhaltet aber auch gleichzeitig die Gefahr der Verwirrung -> Beispiel: Ich kann nicht eindeutig zuordnen zu welchem Bild/Element ein zusätzlich geöffnetes Farbanpassungs-Tool gehört. Das passiert dir mit MDI oder einem Drawer nicht. Apple ist diesem Problem mit Paletten (oder eben Floating Windows) zu Leibe gerückt, die die Situation zwar verbessern, aber das Problem per se nicht beheben. Kai Krause ging den Weg des Unified Interfaces (d.h. alles in einem Ding drin). Das hat aber genau das Problem, welches Aaron anspricht. Ich denke, es wird so sein wie im wahren Leben. Ein gesunder Mix aus allen möglichen Techniken - immerhin kann man das heute alles unter einen Hut bekommen - ist schon mal nicht schlecht. Als Entwickler muß man sich dabei diesen gestiegenen Anforderungen AUS SICHT DES ANWENDERS nähern. Und diese Tendenz ist - historisch gesehen - bei Mac-Entwicklern wesentlich verbreiteter als bei Windows-Entwicklern (sorry liebe Windows-Entwickler, ich will Euch damit nicht ans Bein pinkeln, sondern es war einfach immer so, daß Mac-User nicht alles fressen, was man bekommen kann, sondern die sind da etwas eigen). Und Aaron ist - was man lesen kann - ein 100%iger Windows-Entwickler. Deshalb versteht er die Konzepte von dynamischen Interfaces auch nicht so richtig. (technisch vielleicht, aber nicht ergonimisch). Anders läßt sich auch das Unified Interface von Realbasic nicht erklären - was ja wiederum kaum anderes ist als ein MDI - hier werden Dinge nur umdefiniert und die verschiedenen Editoren anstatt in Fenstern in Tabs untergebracht.... (und unter Berücksichtigung dieses Aspektes kann man den Artikel von Aaron ja nochmal lesen ;-)) Aber das alles ist ja auch nur meine persönliche Meinung und erhebt keinerlei Anspruch auf Endgültigkeit ;-) Frohe Träume andy
