Liebe Freunde und Kollegen,
wir freuen uns, Euch das Programm des neuen Masterstudiengangs „Design Culture“ am Institut für Designforschung der HGK Zürich vorstellen zu dürfen. Das Studium folgt in allen Semestern dem gleichen Aufbau, der sich von Semester zu Semester erweitert und vertieft. Darum können wir auch noch im Verlauf des gesamten Studiums neue Studenten aufnehmen. Informationen zu den Studiengebühren und zu weiteren Fragen finden sich aktuell auf unserer Internet-Seite:
http://www.design2context.ch/weiterbildung/nds_culture



Kontakt, Informationen, Anmeldungen:

Institut Design2context
Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich
Karin Prätorius
Hafnerstrasse 39, Postfach
CH-8031 Zürich
Switzerland
T +41 0 43 446 62 02
http://www.design2context.ch

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Programm des Master-Studiengangs 2006 – 2008
(«Master of Advanced Studies»):

«Design Culture – Designforschung im Kontext von Wissenschaft und Gesellschaft»
(4 Semester; 1.04.2006 – 30.09.2008)


Jedes der 4 Semester setzt sich aus 2 Studienteilen («Modulen») zusammen:
- I. Grundlagen und konkrete Fallstudien
- II. praktizierende Laboreinheiten
In den «Laboreinheiten» (II) stehen die eigenen Projekte der Teilnehmer im Vordergrund, die von ihnen im Lauf der 4 Semester kontinuierlich verfolgt und entwickelt werden. Die «Grundlagen und Fallstudien» (I) umkreisen über die 4 Semester hinweg konzentrisch diese Einzelprojekte mit anreichernden Studien, die das Thema «Design» und seinen Kontext mit wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen reflektieren.

Alle Lektionen finden vierzehntäglich jeweils am Do, Fr und Sa von 9 - 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.30 Uhr.



I. Grundlagen und Fallstudien


1. Theorien und Thesen

Jeweils am Do 9 - 12.30 Uhr, vierzehntäglich

Vera Kockot und Clemens Bellut

Wissenschaftliche Methoden und Theorien entfalten für die Designforschung ihre konstitutiven Differenzen und Konvergenzen. Unterschiedliche Forschungsansätze von den Natur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften bis hin zu neu ausdifferenzierten Disziplinen aus ihren Zwischenbereichen geben ihre Beiträge dazu. Durch deren Untersuchung und Diskussion werden sich Begriffe, Methoden und Theorien der Designforschung herausbilden. Im Fokus steht dabei der gesellschaftliche und wissenschaftliche Kontext des Designs.



2. Forschen und Entwickeln

Jeweils am Do 14.00 – 17.30 Uhr, vierzehntäglich

Vera Kockot und Clemens Bellut mit Referenten

Auf dem Hintergrund der Begriffs-, Methoden- und Theoriediskussionen werden konkrete Forschungsansätze entwickelt. Im Dienst der projektierten Designforschungen der Teilnehmer stehen konkrete Forschungsgrundlagen, Methoden und Werkzeuge - von Konzepten und Recherchen über kooperative Arbeitstechniken bis hin zur Finanzierung und Forschungsförderung. Dazu werden praktizierte Methoden und ausgeführte Realisierungen von Forschern und Fachleuten vorgestellt, die exemplarisch sind für eine reflektierte Praxis der Designforschung.



3. Transdisziplinarität und Schnittstellen

Jeweils am Sa von 9 - 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.30 Uhr, monatlich

Prof. Ruedi Baur, Vera Kockot und Clemens Bellut mit Referenten

Den Untersuchungen zum gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Kontext des Designs folgend braucht es die ausgebildeten Fähigkeiten, die geeigneten Kompetenzen und Erfahrungen für einen komplexen Projektzusammenhang explorativ zu erkennen und produktiv zusammenzuführen. Dazu werden an den jeweils eigenen Projekten die weiterführenden Schnittstellen herausgearbeitet und zur Wirksamkeit gebracht. Auf diese Weise werden theoretische und praktische Verfahren der «Transdisziplinarität» untersucht und zur Anwendung gebracht – angeleitet von exemplarischen Beispielen, die den Ertrag eines kollaborativen Zusammenwirkens deutlich und nutzbar machen.



4. Schichten, Sichten und Diskurse

Jeweils am Sa von 9 - 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.30 Uhr, monatlich

Prof. Ruedi Baur, Vera Kockot und und Clemens Bellut mit Referenten

Die Grundlage dieser Studieneinheit bilden markante und kanonische Texte und Manifeste von Designerinnen und Designern. Die Texte werden aufmerksam untersucht, kritisch diskutiert und mit aktuellen Diskursfäden und Positionen zum Design konfrontiert. Auf diesem Weg werden die theoretischen Positionen, die dem eigenen Projektzusammenhang jeweils zu Grunde liegen, reflektiert und geschärft, und sie werden im Kontext eines Diskurszusammenhangs und einer Theoriegeschichte erfahren.



5.  Repräsentieren und Publizieren

Jeweils am Sa von 9 - 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.30 Uhr, monatlich

Prof. Ruedi Baur, Vera Kockot und und Clemens Bellut mit Referenten

Autoren, Journalistinnen, Produzenten und Vermittlerinnen erproben mit den Studierenden die Rahmenbedingungen und den Spielraum, über Design zu reden und zu schreiben. Es geht dabei um den ausführenden Weg von der Idee und dem Modell hin zu präsentationsfähigen ausformulierten Texten und ausgearbeiteten Konzepten. Wir erarbeiten ein- und ausübend die Praxis der visuellen und rhetorischen Darstellung, von der einfachen Abbildung über die Ästhetik von Einzelkampagnen und Katalogen bis hin zur Gesamterscheinung eines Labels.




II. Laboreinheiten


1. Input/Output: Das empirisch-praktische Labor

Jeweils am Fr von 9 - 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.30 Uhr, vierzehntäglich

Dr. André Vladimir Heiz und Prof. Ruedi Baur

Die 4-semestrige Projektarbeit der einzelnen Teilnehmer soll mittels Präsentationen, Diskussionen im Plenum und ausführlich beratender Einzelgespräche weiterentwickelt werden. Ausgehend vom aktuellen Stand ihres jeweiligen Projekts wird dessen leitende Idee in Konfrontation geführt mit geltenden Forschungs- und Diskussionsansätzen. Mit Hilfe der fördernden Betreuung und den eingübten Praktiken der Überprüfung werden neue Dimensionen des eigenen Projekts erschlossen. Zu den Begegnungen im Rahmen dieses Labors können, nach wechselseitiger Absprache, Referenten, die zu den Beiträgern des Studiums gehören, als eine Art Mentor angesprochen und hinzugezogen werden, der das jeweilige Projekt der Teilnehmer beratend begleitet.



2. Blackbox/Whitecube: Das theoretisch- methodologische Labor

Jeweils am Sa von 9 - 12.30 Uhr und von 14.00 – 17.30 Uhr, monatlich

Dr. André Vladimir Heiz

Entwickelt werden – auch auf dem Hintergrund von Fallstudien – die Grundlagen einer prozessorientierten Design-Theorie. Definitionen und Modellbildungen sollen ein differenziertes Bild ermöglichen und die Grundlage bilden für eigene Forschungswege der einzelnen Teilnehmer. Methodische Instrumente sollen auf dem Hintergrund unterschiedlicher Methodologien analysiert und verschiedene Perspektiven auf Problemstellungen aufgezeigt werden. Die Reflexion der eigenen Arbeit legt den Akzent auf den Kontext.



Zusätzliche Laboreinheiten:

3. Indoor/Outdoor: Exkursionen und Austausch

saisonal

Exkursionen sollen dazu dienen, Kontextualisierungen vor Ort zu erleben, zu vergleichen und zu erforschen und die Projekte von Forscherinnen und Forschern an anderen Institutionen einzusehen. So suchen wir den Austausch mit Partner-Institutionen und werden Gebrauch machen von dem internationalen Netzwerk des Instituts Design2context.



4. Here and now: Der Salon des Instituts Design2context

Jeweils am Do von 18.30 - 20.00 Uhr, monatlich

In diesem Salon werden informell Designerinnen und Designer, Theoretikerinnen und Praktiker, Interessierte und Freunde zum gegenseitigen Austausch und zu kritischen Gesprächen über Wissenschaft, Gesellschaft und Design, über Zukunft, Widersprüche und Utopien der Design-Disziplin zusammengeführt. Dabei wird auch, im Sinne eines öffentlichen Labors, ein regelmäßiger Einblick gegeben in laufende und neue Vorhaben und Forschungsprojekte des Instituts.



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