KLIPZENSORED




Rockmusik in Film | Fernsehen | Musikclips und Medienzensur in Ungarn, DDR und 
vereintem Deutschland




Verboten! Zensiert! Beschlagnahmt! Das verbindet frau/man gemeinhin mit 
Kunst/Kultur aus dem 'Ostblock' , darunter auch Musikclips und anderen 
visuellen Präsentationen von Musik. 

Fertige Filme wie auch Drehbücher wurden i.d.R. staatlichen Kontrollinstanzen 
vorgelegt und auf politisch-moralische Tauglichkeit geprüft, bevor sie 
öffentlich in Kinos, Jugendclubs o.ä. vorgeführt werden konnten. Auftritte in 
Musiksendungen des Fernsehens unterlagen oft willkürlichen bis absurden 
Vorschriften, z.B. über Aussehen und Auftreten der Gruppen; auch bestimmte 
Textpassagen konnten ins Visier der prüfenden Instanzen geraten, während 
Brisanteres ohne Schwierigkeiten durchgehen konnte. Was nicht 'systemkonform' 
war - 'moralisch anstössig', ,konterrevolutionär', ,klassenfeindlich', oder 
"nur" kritisch - wurde nicht gezeigt. 




Auch nach der Wende - trotz nomineller Medienfreiheit - sind Musikclips ins 
Visier von staatlichen Kontrollinstanzen wie nun auch privaten Musiksendern 
oder -sendungen geraten. 

Viele MacherInnen wollen die Grenzen des Machbaren ausloten. Wenn Songs 
politische, sexuelle oder religiöse Tabus brechen, schlagen Sittenwächter 
Alarm. Erst recht, wenn ohnehin provokante Texte visualisiert oder sonst 
unproblematische Songs mit tabubrechenden Bildern versehen werden.

Die Ausstellung KLIPZENSORED präsentiert Musikclips und Verwandtes, welche aus 
diversen Gründen nicht in den Mainstreammedien (Fernsehen, Kino, Abspielorte 
wie offizielle Jugendclubs) gezeigt wurden, oder zu bestimmten Tageszeiten 
nicht gezeigt werden durften. Clips und Filme/Filmausschnitte - darunter selten 
oder gar nicht gezeigte Werke aus Rundfunk-, Film- und Privatarchiven - von 
Acts wie Wolf Biermann, Klaus-Renft-Combo, Freygang, AE Bizottság, Kontroll 
Csoport, Rammstein und Tankcsapda. Dazu Statements betroffener ClipmacherInnen, 
InterpretInnen, staatlicher RundfunkmitarbeiterInnen, 
MusikfernsehredakteurInnen, Jugendschutzbeauftragten.

Beides ist auf TV-Apparaten aus den jeweiligen Entstehungszeiten zu sehen. 
Ausgestellte Dokumente, Fotos, Plakate liefern Zusatzinformationen und Kontext. 
Dazu gehört Material, das aus Jugendschutzgründen erst ab 18 Jahren zugänglich 
gemacht werden darf.

Schwerpunktländer sind Ungarn und die DDR bzw. das vereinte Deutschland. Eine 
vergleichsweise offene sozialistische Gesellschaft wird einer repressiveren 
gegenüber gestellt, das monolithische Bild des Sozialismus in Mittel- und 
Osteuropa aufgebrochen und unterschiedliche Formen von Zensur untersucht. Die 
Ausstellung endet nicht mit der Wende, sondern geht bis in die Gegenwart, um 
Schlaglichter auf aktuelle Debatten zu werfen um Musik im Spannungsfeld 
zwischen Kunstfreiheit und politischer Korrektheit, wie die kürzliche 
Diskussion über rassistische und homophobe Rapsongs.







Ausstellung KLIPZENSORED

Ausstellungsort: General Public, Schönhauser Allee 167c, 10435 Berlin

(U-Bhf. Senefelder Platz)

Eröffnung: 07.10.2007, 19:00

Musikalische Untermalung: Selecta PEhLE

Ausstellungsdauer: 08.10. - 21.10.2007, geöffnet täglich von 12:00 bis 19:00

Zutritt ab 18 Jahren

www.klipzensored.de




Begleitprogramm: Filmvorführungen mit Gästen - MusikerInnen, Filmemacherinnen 
und ExpertInnen vom 25.10. - 31.10.2007 im

Kino in der Brotfabrik, Caligariplatz, 13086 Berlin

Tram M2, 12

www.brotfabrik-berlin.de




Pressekontakt für Fotos, Material, Interviewanfragen:




Klipzona/EYZ Media

Natalie Gravenor

Tel. +49-30-24313037

mobil +49-173-1327303

[EMAIL PROTECTED]







Mit freundlicher Unterstützung des Béla Balázs Studios/Mücsarnok Budapest, 
General Public und Glashaus e.V./Brotfabrik Berlin.




Dieses Projekt findet im Rahmen von Bipolar deutsch-ungarische Projekte statt. 
Bipolar ist eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes.












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