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 |||  MITTEILUNG
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 |||  IG Kultur Österreich
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 |||  Kulturrisse 01|08
 |||  "Innere Sicherheit 2.0"
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Wir widmen uns in dieser Ausgabe jenen Facetten staatlicher Gewalt, die nicht nur als „Faust aufs Aug“ daherkommen, sondern als Beschnüffelung, als Einschüchterung, als Repression, auch durch das Wieder-in-Stellung-bringen von Gesetzesparagraphen, die einer „Inneren Sicherheit“ zuarbeiten. „Weg-gesichert“ werden hier vor allem auch linke AktivistInnen, und es zeigt sich, wie etwa Gene Ray in seinem Beitrag ausführt, dass es kein „Kollateralschaden“ ist, wenn hier die kleinen Fische mit im Schleppnetz landen. Vielmehr wird systematisch versucht, den Terrorismus-Begriff – als Strafgegenstand natürlich – auszuweiten.

Wie wenig es braucht, um in die Mühlen der Ermittlungsbehörden und ihrer entfesselten Observationsmaschinerie zu geraten, zeigt der Fall des Sozialwissenschafters Andrej Holm aus Berlin. Andrej Holm beschreibt gemeinsam mit Anne Roth in der vorliegenden Ausgabe detailliert, welche Eigenschaften ein Mensch haben muss, um in den Genuss einer Verhaftung samt (drohender) Anlage gemäß Paragraph 129a des deutschen Strafgesetzbuches zu kommen. Gini Müller schlägt in ihrem Schwerpunktbeitrag einen Bogen von der theaterspezifischen Perspektive auf Feindbilder wie „den Terroristen“ zu anderen Bühnen: Sie berichtet von der Veranstaltung Dictionary of war, beschreibt das theatrum belli G8 und resümiert die jüngsten Urteile gegen DemonstantInnen in Genua. „Vorherrschende Sicherheitsdiskurse bedeuten für MigrantInnen und AsylwerberInnen systematische Unsicherheit“ schreiben maiz und Klub Zwei zu Beginn ihrer Darstellung des Projekts Terra Secura. Es schien uns wichtig, dieses im Kontext des Festivals der Regionen 2007 realisierte Projekt und seine Umsetzung nochmals vorzustellen, das unterschiedliche Aspekte von Sicherheit, von sozialer Sicherung bis hin zur EU als gated community aus der spezifischen Sichtweise von MigrantInnen bearbeitet hat. Über unsichtbares Handeln und die Anfänge der Daktyloskopie (Identifikation durch Fingerprints) schreibt Stefan Nowotny in seinem Biometrie und epistemische Gewalt betitelten kleinen Versuch über die Polizei.


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 |||  Kulturrisse 0108
 |||  "Innere Sicherheit 2.0"
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 ||| Die Ausgabe ist auch in folgenden Buchhandlungen erhältlich:
||| In Wien: a.punkt, Anna Jeller, Leporello, Lhotzky, Phil, Prachner (MQ), Winter
 ||| In Linz: Lentos Shop
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