Hallo,

Am 06.06.2007 um 13:47 schrieb Werner Laude:

-Ist es wirklich so schwer eine stabile und leicht zu konfigurierende
Produktivserverumgebung zu schaffen? RoR ist so schön einfach und gut
durchdacht, es fällt mir schwer zu glauben, dass die Serverkonfiguration
eine so große Hürde ist..
ja stimmt.. da habe ich auch einige Zeit mit verbracht.
Und wenn sich dieser Fakt nicht ändert, wird auch RoR nicht viel Erfolg haben.. :-[

Zu spät, würde ich sagen. Ich glaube es gibt Bereiche in unsrerer Industrie (ich sag mal "Dunstkreis hippe Web2.0-Startups"), da hat Rails eine Marktdurchdringung von nahe an 100%. Das kann also so schlimm nicht sein ;-P

Ich finde diese Aussage aber auch ansonsten eher zweifelhaft. Man kann nicht erwarten, ohne Erfahrung im UNIX-Bereich sowie in der Konfiguration von Apache und Co vernünftige Systeme aufsetzen zu können.

Man darf halt nicht von dem Default-Fall "PHP-Deployment" ausgehen. Das es idR. so einfach ist, PHP-Applikationen zu deployen, liegt einfach an dem Verbreitungsgrad. Das ist bei anderen Technologien, die weniger vebreitet sind als PHP genau so einfach oder schwierig wie bei Rails.

Sicher wäre es schöner, wenn man eine Rails-Anwendung, ähnlich wie PHP, einfach in die DocRoot eines beliebigen VirtualHosts reinstopfen könnte, ich wäre der letzte der das verurteilt - Andererseits ist genau DAS auch das größte Problem von PHP: Das Applikationen oft von Menschen in Produktion gebracht werden, die vom Betrieb nicht den blassesten Schimmer haben. Und dann haben solche Applikationen halt massive Sicherheitslücken, reissen u.U. ganze Apache-Instanzen mit in den Tod und skalieren nicht ein bisschen.

Was ich damit sagen wollte: Will man eine Web-Applikation professionell betreiben, sollte man schon jemanden an Bord haben, der sich damit auskennt. Und dann ist Rails-Deployment mit sicherheit nicht einfacher als, sagen wir mal, eine Java-Anwendung zu deployen, aber auch nicht zwingend komplizierter.

Das ist jetzt auch gar nicht überheblich gemeint: Ich denke gerade als Softwareentwickler ist eine der wichtigsten Eingenschaften, dass man seine eigenen Grenzen kennt. Und wenn man weder die Lust, noch die Zeit, noch (vielleicht) den Background hat, um sich in den ganzen Mist einzuarbeiten (ja, auch mich hat das schon diverse frustrierte Tage und Nächte gekostet), dann sollte man es auch lassen. :)

</extremfürgutesysadminslanzenbreching>
</rant>

Gruß,

Jan

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