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-------- Original-Nachricht --------
Betreff:        Einladung zum Vortrag von Peter Stamer am 6. Dezember um 18.30
Uhr im IWK Wien

*Peter Stamer: Was ist produktiv an Art Laboratories?
*
Während die Ästhetik sich mit der Frage beschäftigt, wie sie das
nicht-diskursiv Vorliegende der Kunst diskursiv fassen, es in Sprache
übersetzen kann und damit notwendig die Kunstpraxis als das dem Diskurs
Andere definiert, versucht das Künstlerische Laboratorium dieses
Unsagbare der Kunst für den wissenschaftlichen Forschungsprozess
einerseits und für künstlerische Produktivität andererseits fruchtbar
zumachen und in die eigene Diskurspraxis zu integrieren. Nach etwa
zehnjähriger Konjunktur dieses Formats in der zeitgenössischen Kunst
versucht der Beitrag, die Grundbedingungen des Art Laboratory historisch
aufzuarbeiten und seine Produktivität in Kunst und Wissenschaft zu
überprüfen.

*Donnerstag, 6. Dezember um 18.30 Uhr
*Institut für Wissenschaft und Kunst (IWK)
Berggasse 17
1090 Wien
Nähere Informationen: http://www.univie.ac.at/iwk/0708ak.html#fuellsack


Der Vortrag findet statt im Rahmen der Vortragsreihe „Produktivität“
Konzept und Organisation: Manfred Füllsack

Produktivität fungiert als zentrale Erwartung unserer wirtschaftlichen
Aktivitäten. Darüber hinaus scheint sie heute aber auch Lebens- und
Tätigkeitsbereiche zu orientieren, an die wir ökonomische Maßstäbe in
der Regel nur mit Unbehagen anlegen. Zwischenmenschliche Beziehungen
etwa, aber auch Kunst, Erziehung, Wissenschaft oder das Verhältnis zu
unserer Umwelt, betrachten wir in der Regel als unzureichend erklärt,
wenn sie mittels Output/Input-Relationen erfasst und an ihrer
Verwertbarkeit oder Anwendbarkeit gemessen werden. Trotzdem boomen
wissenschaftliche Bemühungen, auch solche Zusammenhänge noch im Hinblick
auf ihre „subjectively expected utility“, ihre „evolutionären Vorteile“,
ihre „bounded rationality“, ihre „situative Logik“ zu erfassen. Vor
diesem Hintergrund widmet sich die Vortragsreihe den wissenschaftlichen
und politischen Spannungen zwischen Ökonomisierung und
Nicht-Ökonomisierbarkeit und thematisiert insbesondere jene
„Randbereiche“, in denen dieses an seine Grenzen zu stoßen scheint.
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