Medieninformation

 

TOWER OF POWER 2009

Der Jubiläums-Sommer:

225 Jahre Narrenturm

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Bild: Chris Haderer
Bilder zum Download: http://bilder.skyunlimited.at/index.php?folder=/Narrenturm/

 

20. Juni – 6. August 2009

 

Die Sommerveranstaltungen des

Pathologisch-anatomischen Bundesmuseums 2009

in Kooperation mit dem Verein EVOLVER

 und dem Verein der Freunde der

Pathologisch-anatomischen Museen Österreichs

 

Zum siebenten Mal präsentiert der Narrenturm im alten AKH dieses Jahr seine 
Sommerveranstaltungen unter dem Titel Tower of Power.

 

Zur Erklärung: Der Narrenturm ist das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum in 
Wien – ein heuer 225 Jahre altes, architektonisch wertvolles Gebäude mit einer 
medizinisch einzigartigen Sammlung. Um ein breiteres Publikum auf den Turm 
aufmerksam zu machen und auch Geld für die Erhaltung des Hauses und seiner 
international bekannten Kollektion zu sammeln, bietet der Narrenturm jeden 
Sommer kulturelle Veranstaltungen und (populär-)wissenschaftliche Vorträge an.

Die Veranstaltungen finden im Hof des Narrenturms, bei Schlechtwetter jedoch im 
Vortragssaal statt. Da vor allem im Saal die Anzahl der Plätze begrenzt ist, 
ersuchen wir um Anmeldung und Platzreservierung. Tel.: 01/406 86 72 bzw. 
E-Mail: [email protected]

Eintritt: am Eröffnungswochenende € 9,–/€ 8,– (ermäßigt für Mitglieder des 
Vereins der Freunde der Pathologisch-anatomischen Museen Österreichs)

an den Donnerstagen (25. Juni – 6. August): € 6,–/€ 5,– (ermäßigt für 
Vereinsmitglieder)

 

Für die Organisation der Veranstaltungen sind das Pathologisch-anatomische 
Bundesmuseum sowie Heidelinde Moser und Peter Hiess vom Verein EVOLVER – 
„Verein zur Förderung europäischer und weltweiter Populärkultur und des 
unabhängigen Journalismus“ (siehe auch Netzzeitschrift EVOLVER: 
http://www.evolver.at) verantwortlich.

 

***

Damit der Narrenturm nicht nur eine Vergangenheit, sondern auch eine Zukunft 
hat, organisiert das Pathologisch-anatomische Bundesmuseum nun bereits zum 
siebenten Mal seine Sommerveranstaltungen unter dem Titel Tower of Power – der 
Reinerlös kommt wie jedes Jahr der Erhaltung des Gebäudes und der Sammlung 
zugute.

An einem Eröffnungswochenende (20. und 21. Juni) und sieben Donnerstagabenden 
(25. Juni bis 6. August) präsentieren die Veranstalter Lesungen, Vorträge, 
Musik (live & DJs) und Kabarett. Auch diesen Sommer setzen sich alle 
beteiligten Künstler, Wissenschaftler und Autoren für den guten Zweck ein und 
treten gratis auf.

 

Das Eröffnungswochenende

Sa., 20. Juni, ab 15 Uhr: Der Nachmittag/Abend dieses Tages steht unter dem 
Motto Magical History Tour: Dr. Beatrix Patzak, die Direktorin des Hauses 
präsentiert Ihr neues Buch „Faszination und Ekel. Das Pathologisch-anatomische 
Bundesmuseum“; Dr. Andrea Praschinger hält einen Vortrag zur Geschichte des 
Sanitätswesens in Niederösterreich und Wien; das Chorkabarett Herztöne 
unterhält musikalisch und komödiantisch; und das Erste Wiener Lesetheater 
präsentiert eine Collage zum Thema Gustav Meyrink.

So., 21. Juni, ab 10 Uhr: Anläßlich des 150. Geburtstags des 
Sherlock-Holmes-Erfinders Arthur Conan Doyle findet zum Sommerbeginn die 
Matinee Kombiniere, Watson … statt. Tobias Hierl, Chefredakteur der Zeitschrift 
„Buchkultur“, spricht einführende Worte über den großen Detektiv; Gerhard 
Tötschinger und Josef Preyer lesen aus ihren neuen Holmes-Romanen; und 
Schellack-DJ Franz Pieler sorgt mit seinem Grammophon und viktorianischen 
Kriminal-Melodien für musikalische Erbauung.

 

Die Donnerstage (Beginn 19 Uhr) 

Gleich zu Beginn der traditionellen Donnerstags-Veranstaltungen wird’s im 
Narrenturm kunstvoll kriminalistisch: Beim Double Feature „Kunst und 
Verbrechen“ am 25. Juni liest der Wiener Kunstanwalt Andreas Cwitkovits aus 
seinem Buch „Kunstkriminalfälle“; danach gibt es eine unterhaltsame Lesung (mit 
Videobeiträgen) aus den Kunstkrimis des New Yorker Autors Jonathan Santlofer.

 

Das nächste Double Feature („Horror & The Beat“ oder: „Narrennacht im 
Krimiturm“) folgt gleich am Donnerstag darauf: Am 2. Juli liest der 
österreichische Autor und Phantastikpreisträger Andreas Gruber aus seinen 
gruseligen Krimis; und DJ Al Bird Sputnik öffnet seine „Trash Rock Archives“ 
mit obskuren heimischen Singles.

 

Am 9. Juli werden Gerichtsmediziner Prof. Christian Reiter und 
Ex-Sicherheitsbüro-Chef Max Edelbacher einem staunenden Publikum erklären, was 
in Wien wirklich passiert, wenn ein Mordopfer gefunden wird: CSI Vienna.

 

Eine Woche später, am 16. Juli, trägt Pater Michael Hass – begleitet von 
sakralen Klängen des Ordinarius Roland Guggenbichler – aus seinen Predigten 
vor. Und am 23. Juli präsentiert Narrenturm-Direktorin Dr. Beatrix Patzak 
wieder einmal ausgewählte Exponate aus der Sammlung des Museums (und die 
dazugehörigen Geschichten).

 

Historisch Interessierte sollten sich am 30. Juli unbedingt im Hof des 
Narrenturms einfinden, wenn der Wiener Historiker Univ.-Prof. Dr. Lothar Höbelt 
seinen (zum Gebäude passenden) Vortrag Joseph II. – wie aufgeklärt war sein 
Absolutismus? hält.

 

Mit einem weiteren Double Feature („Psychoactive“) geht der heurige 
Narrenturm-Sommer am 6. August zu Ende: Der Psychologe und Bewusstseinsforscher 
Dr. Rudolf Kapellner spricht über Psychoaktive Pflanzen und „heilige 
Rauschmittel“; danach entführt der österreichische Ausnahmegitarrist Karl 
Ritter die geneigte Zuhörerschaft mit einem Solokonzert ins Traumland.

 

Der Narrenturm hat eine illustre Vergangenheit.

Genauer gesagt: er wird heuer 225 Jahre alt. Im Frühjahr 1783 erteilte der 
„Reformkaiser“ Joseph II. den Auftrag zur Errichtung einer Irrenanstalt – 
zuerst in Form einer öffentlichen Ausschreibung, später jedoch als sein 
Privatprojekt, dessen Bau und Einrichtung er selbst überwachte und für das er 
mit eigenen Geldmitteln aufkam. Der „Irrenthurm“, wie er anfangs noch hieß, war 
die erste medizinische Einrichtung, die ausschließlich zur Behandlung von 
Geisteskranken errichtet wurde. 1784 war das Gebäude schließlich bezugsfertig 
und nahm Geisteskranke auf, die zuvor auf diverse Wiener Spitäler verteilt 
gewesen waren.

Der Narrenturm ist ein Rundbau mit fünf Stockwerken, in denen jeweils 28 Zimmer 
an die Außenfront des Gebäudes gehen. Die Zimmer sind über einen kreisrunden 
Gang in jeder Etage zugänglich. In der Mitte des Turms steht ein Quergebäude, 
das den Verwaltungstrakt und ein Stiegenhaus enthält; es teilt den Innenhof in 
zwei Hälften. Die gefährlichen Irren, die „Tobenden“, waren einst in ihren 
Zimmern angekettet, die harmlosen Patienten konnten sich frei bewegen. Erst 
später bekamen die einzelnen Zellen Türen mit Sichtfenstern.

Elf Jahre nach der Eröffnung wurde eine Mauer um den Narrenturm gebaut, um zum 
einen Schaulustige fernzuhalten und zum anderen den Insassen der Anstalt einen 
Garten zur Verfügung zu stellen. Der Betrieb mit geisteskranken Patienten wurde 
bis 1870 aufrechterhalten; dann übernahmen neue Einrichtungen wie die Siechen- 
und Versorgungsanstalt Klosterneuburg (Gugging) und später Steinhof die 
Aufgabe, psychiatrisch Kranke unterzubringen.

50 Jahre lang stand der Narrenturm daraufhin leer – bis er ab 1920 als 
Schwesternwohnheim und für Ärzte- und andere Dienstwohnungen genützt wurde. 
Seit November 1971 beherbergt das Gebäude das Pathologisch-anatomische 
Bundesmuseum, das sich anfangs auf acht leerstehende Zellen beschränken musste, 
nach und nach aber jeden freiwerdenden Raum im Haus für seine Sammlungen 
erhielt.

Heute gilt der Narrenturm weltweit als eines der wichtigsten Museen seiner Art 
– und auch als medizinhistorisches und architektonisches Meisterwerk. Nur 
leider ist der bauliche Zustand des Gebäudes mehr als bedenklich: „Unser 
größtes Problem ist derzeit, das Museum aufrechtzuerhalten und zu erreichen, 
dass es renoviert wird, da wir praktisch eine Bauruine sind“, sagt 
Narrenturm-Direktorin Dr. Beatrix Patzak.

 

Ausführliche Information zum Programm und den Auftretenden finden Sie auf der 
Website: http://www.narrenturm.at/towpow

 

Rückfragen:

 

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Elke Weilharter

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